Sanierungsarbeiten in der Kulturwerkstatt abgeschlossen
Jetzt fehlt nur noch neues Leben

Ostbevern -

„Alles neu macht der Mai“, heißt es. In diesem Fall war es dann aber der Dezember. Seit dem sind die Sanierungsarbeiten an der Kulturwerkstatt weitgehend abgeschlossen und die multikulturelle Begegnungsstätte im Ortskern erstrahlt in neuem Glanz.

Mittwoch, 24.02.2021, 06:51 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 09:02 Uhr
Die Kulturwerkstatt ist kaum wiederzuerkennen und wartet nun auf ihre Nutzer – nach der erlaubten Öffnung.
Die Kulturwerkstatt ist kaum wiederzuerkennen und wartet nun auf ihre Nutzer – nach der erlaubten Öffnung. Foto: Daniela Allendorf

Neuer Vinylboden, neue Türen, neue Möbel, neue Beamer, neue Magnetwände, neue Schränke – diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen und zeigt: In der Kulturwerkstatt hat sich richtig viel getan. „Das Bad war noch ein richtiges Bad und hatte den Charme der 1960er Jahre“, sagt Ulrike Jasper , verantwortlich für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Gemeinde, beim Rundgang durch die „neue“ Kulturwerkstatt und beim Blick in die Toilettenanlage im ersten Obergeschoss.

Schon beim Betreten der Räume schlägt einem der Geruch von frischer Farbe entgegen. Trotzdem wurde der Charakter der Räumlichkeiten als ehemalige Werkstatt und Feuerwache erhalten. „Das war auch die Zielsetzung“, sagt Philip Dieckmann vom Bauamt der Gemeinde. Dennoch sind einige „alte“ Dinge verschwunden. So zum Beispiel die Arbeitsgrube im Theater der Kulturwerkstatt. In der Vergangenheit sei das Loch im Boden durch eine Metallplatte abgedeckt gewesen, erläutert Dieckmann. „Dieses Loch ist nun verfüllt“, sagt der Fachmann der Gemeinde. Das trage in diesem Raum, neben der neuen Decke, zu einer wesentlich verbesserten Akustik bei.

Auch für die Bühnentechnik gab es ein Makeover. Eine neue Traverse mit Scheinwerfern, neue Lautsprecher, Steckdosen und Beamer – an zahlreiche mögliche Nutzungsszenarien wurde gedacht. Durchdacht ist in diesem Zuge auch die Bühne. Über eine Schubladenkonstruktion kann sie im Bedarfsfall vergrößert werden.

„Das war schon vor Corona geplant“, sagt Philip Dieckmann mit Blick auf die neue Lüftungsanlage in dem kleinen charmanten Saal mit Werkstattcharakter. Die Anlage funktioniert zeitgesteuert und tauscht ohnehin regelmäßig die Luft aus, verfügt aber auch noch zusätzlich über einen Co²-Sensor, der im Falle zu hoher Werte die Anlage anspringen lässt.

Im Eingangsbereich können künftig neben einem großen Gastrokühlschrank auch eine mobile Theke – die mit einem weiteren Kühlschrank ausgestattet ist – und ein Waschbecken genutzt werden. Überhaupt hat die Kulturwerkstatt in Sachen Möblierung einen einheitlichen Look bekommen. 100 Stühle und 30 Tische können in den Räumen variabel eingesetzt werden.

Im Atelier angekommen, ist dies beinahe nicht wiederzuerkennen. Auch hier gibt es einen neuen Fußboden sowie eine Akustikdecke. Was auffällt: Es ist besonders hell in diesem Raum. Das liegt jedoch nicht nur an der neuen Lichtkuppel, sondern auch an der neuen Beleuchtung. „Auf Wunsch der Künstler wurde hier eine kalt-weiße Beleuchtung eingebaut“, sagt Philip Dieckmann. Und Ulrike Jasper ergänzt, dass man in fast allen Bereichen auf die Wünsche der Nutzer eingegangen sei. Davon zeugen auch zahlreiche abschließbare Schränke, die in nahezu jedem Raum vorhanden sind. „Jede Gruppe hat ihr eigenes Schrankfach“, erläuter Jasper.

Insgesamt rund zehn Gruppen nutzten „vor Corona“ die Kulturwerkstatt. „Es wäre schön, wenn – sofern es die Umstände zulassen – noch weitere Vereine oder Gruppen finden würde, die die Kulturwerkstatt nutzen würden“, sagt Ulrike Jasper. Denn für Vereine sei die Nutzung kostenlos. So ist bereits der Verein „Wi(h)r“ mit seinem Angebot an die Bahnhofstraße gewechselt und auch der DLRG-Ortsverein hat Interesse angekündigt.

Damit die Nutzer sich auch entsprechend versorgen können, gab es im Zuge der Sanierungsmaßnahmen auch eine neue vollausgestattete Küche. Über die lässt sich aus dem Obergeschoss auch die Feuertreppe – die soll künftig den Schriftzug der Kulturwerkstatt tragen – im Notfall erreichen.

Insgesamt beliefen sich die Maßnahmen kostenmäßig auf rund 393 000 Euro. Davon wurden allerdings 250 000 Euro vom Land NRW getragen.

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