Markus Diekhoff im Rathaus
Vorschläge aus dem ländlichen Raum ernst nehmen

Ostbevern -

Der FDP-Landtagsabgeordneten Markus Diekhoff war jetzt zu Besuch bei Bürgermeister Karl Piochowiak.

Dienstag, 02.03.2021, 17:58 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 15:00 Uhr
Tauschten sich zur Corona-Pandemie aus: Der FDP-Landtagsabgeordneter Markus Diekhoff (l.) und Bürgermeister Karl Piochowiak (r.).
Tauschten sich zur Corona-Pandemie aus: Der FDP-Landtagsabgeordneter Markus Diekhoff (l.) und Bürgermeister Karl Piochowiak (r.). Foto: Gemeinde Ostbevern

Während seines Wahlkampfes hatten sie sich schon kennengelernt, nun konnte Karl Piochowiak den FDP-Landtagsabgeordneten Markus Diekhoff erstmalig in seiner Funktion als Bürgermeister im Rathaus begrüßen. Zusammen mit Dr. Oliver Niedostadek, Mitglied der FDP-Kreistagsfraktion, nahmen auch die Mitglieder der örtlichen FDP-Fraktion Karin und Manfred Läkamp, Dr. Meinrad Aichner sowie Florian König am Gespräch teil, teilt die Gemeinde mit.

Im Mittelpunkt stand einmal mehr die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft allgemein, aber auch auf Ostbevern im Speziellen. Dabei waren auch die ausbleibenden Coronahilfen für das Beverbad Gegenstand der Diskussion. „Unterschiedliche Gründe und Ausschlusskriterien führen dazu, dass wir für das Beverbad keine Coronahilfen – insbesondere die November- und Dezemberhilfen des Bundes – in Anspruch nehmen können“, berichtete Piochowiak. „Indes“, so der Bürgermeister weiter, „laufen die Kosten aber weiter. Wir können jedoch keine Erlöse erzielen, da Besucher fehlen und Kursangebote nicht stattfinden.“ Bedenken, die Diekhoff nachvollziehen, aber denen er augenblicklich nicht abhelfen kann. Denn, das musste der Politiker eingestehen, finden aufgrund der speziellen Struktur einiger kommunaler Eigenbetriebe die staatlichen Förderprogramme tatsächlich keine Anwendung.

Enttäuscht zeigte sich Piochowiak auch bei der räumlichen Zuordnung der Impfzentren. „Ich hätte mir gewünscht, das Land hätte auf die Hinweise und Vorschläge aus den ländlichen Kommunen gehört und diese ernst genommen“, sagte er. Denn Ostbeverner Bürger müssen sich bislang für eine Corona-schutz-Impfung auf den weiten Weg nach Ennigerloh begeben, während andere Impfzentren viel nähergelegen und auch mit dem ÖPNV einfacher zu erreichen wären. „Hier hätte mehr Sensibilität und Flexibilität an den Tag gelegt werden können“, so der Bürgermeister.

Angesprochen wurde auch das Thema Digitalisierung. Ostbevern ist mit seinem flächendeckenden Glasfasernetz infrastrukturell bereits gut aufgestellt. Gleichwohl, so stellte Dr. Oliver Niedostadek fest, wirke Corona wie ein Brennglas, dass die Missstände im Bereich Digitalisierung augenblicklich noch deutlicher wahrnehmen lasse. Einig waren sich Piochowiak und Diekhoff deshalb darin, dass die Bereitstellung von schnellem Internet eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge sein müsse. Beide sehen hier dringenden Handlungsbedarf, denn länger andauernde Netzausfälle sorgen immer wieder für große Probleme bei den Unternehmen, aber auch in privaten Haushalten. „Es muss endlich einen rechtlichen Anspruch auf Internetversorgung geben“, stimmen beide überein.

Unterstützung durch den Landtagsabgeordneten erhoffen sich die Mitglieder der FDP-Fraktion indes bei der Entwicklung weiterer Gewerbeflächen, Sanierung der L 830 oder bei der Durchsetzung von Geschwindigkeitsreduzierungen im Bereich des Nordrings.

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