Baustart auf dem ehemaligen Weiligmann-Gelände
Die ersten Nägel sind eingeschlagen

Brock -

Zunächst wird es auf dem ehemaligen Weiligmann-Gelände nur ein Musterhaus der Firma Mühlenhaus geben. Doch das wird sich positiv auf die Vermarktung auswirken, davon ist Tobias Weber von der Sparkasse Münsterland Ost beim symbolischen Spatenstich überzeugt.

Donnerstag, 04.03.2021, 06:48 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 15:15 Uhr
Es tut sich was auf der Baustelle in Brock: Ludger Olberding mit Ehefrau Natalia, Bürgermeister Karl Piochowiak, Bernd Ottenjann, Tobias Weber und Alexander Wermeier (alle Sparkasse Münsterland Ost, v.l.) trafen sich zum symbolischen Spatenstich.
Es tut sich was auf der Baustelle in Brock: Ludger Olberding mit Ehefrau Natalia, Bürgermeister Karl Piochowiak, Bernd Ottenjann, Tobias Weber und Alexander Wermeier (alle Sparkasse Münsterland Ost, v.l.) trafen sich zum symbolischen Spatenstich. Foto: Daniela Allendorf

Passend zum Baustart haben die Vertreter der vier Fraktionen im Rat jüngst einstimmig entschieden: „Weiligmanns Hof“ – so wird die Straße in der neuen Fachwerkhaussiedlung in Brock heißen. Nur ein paar Tage später erfolgte jetzt der symbolische Spatenstich oder vielmehr das Einschlagen des ersten Nagels in das erste Fachwerkhaus, das auf dem Gelände errichtet wird.

Nach dem Guss der Bodenplatte haben seit Montag die Zimmerleute der Firma Mühlenhaus das Sagen auf der Baustelle des Einfamilienhauses, welches zunächst als Musterhaus errichtet wird. Die Fachwerkkonstruktion dafür wurde bereits fertig angeliefert und muss vor Ort nur noch zusammengesetzt werden. Deswegen rechnet Ludger Olberich , Inhaber der bauausführenden Firma Mühlenhaus, bereits zum Ende der Woche mit dem Richtfest.

Mit Baubeginn beginnt auch die Vermarktung der Grundstücke sowie der Häuser. Das habe sich aufgrund der fehlenden Baugenehmigung etwas hinausgezögert, erläutert Tobias Weber von der Sparkasse Münsterland Ost , der zusammen mit seinem Kollegen Alexander Wermeier für die Objekte in Brock verantwortlich ist. Hatte der ehemalige Bürgermeister Wolfgang Annen im vergangenen Jahr im Rahmen der Planungen noch von einem große Run auf die Fachwerkhaussiedlung gesprochen, gab sich Tobias Weber jetzt verhalten optimistisch.

„Es ist normal, dass man mit den Objekten erst dann an dem Markt geht, wenn auch die Baugenehmigung vorliegt“, sagte er. Fügte dann aber hinzu: „Ich sehe die Nachfrage aber sehr optimistisch.“ Gerade in Bezug auf das Mehrfamilienhaus, in dem fünf Parteien ein neues Zuhause finden können, habe es bereits Gespräche mit Interessenten gegeben. Jetzt, mit dem Bau des Musterhauses, werde es noch deutlich leichter für die Experten der Sparkasse. „So können wir auch Besichtigungstermine anbieten“, so Weber weiter. Dabei handele es sich bei den Häusern keinesfalls um Gebäude von der Stange. Jede Wohneinheit werde auf Wunsch des Bauherren gefertigt.

Gefertigt werden die Bauteile für die Häuser in einem eigenen Werk der Firma Mühlenhaus in Polen. „Wir bekommen Stammware, haben eigene Trockenkammern für das Holz und sägen die Bauteile einzeln und von Hand zu“, erläutert Ludger Olberich. Rund 400 Häuser habe er auf diese Art und weise in den vergangenen rund 20 Jahren gebaut, so der Firmeninhaber weiter.

Auch auf eine Frage, die seinerzeit bei der Vorstellung des Projekts im Umwelt- und Planungsausschuss aufkam, hat er inzwischen eine Antwort: „Im Vergleich zu einem konventionell gebauten Einfamilienhaus aus Stein und Beton haben wir bei unseren Häusern eine CO-Einsparung von 180 Tonnen“, so Olberich. So bestehen die Fachwerkhäuser in Brock aus 40 Prozent Klinker und aus 60 Prozent Holz. Der Anteil Holz könne sogar noch erhöht werden, wenn auch die Wände im Erdgeschoss aus Holz gefertigt würden, so der Fachmann weiter. Doch das werde von den meisten Bauherren nicht gewünscht. „Im Obergeschoss ist das oft in Ordnung“, sagt Olberich aus Erfahrung.

Bereits Ende März – die Fenster sind neben den Holzbauteilen ebenfalls bereits vorgefertigt – soll das Musterhaus dicht sein. Dann kommt der Innenausbau an die Reihe. Bis zum Sommer – Olberich schätzt Ende Juni – soll das Musterhaus dann ganz fertig sein.

Schneller soll es mit dem Rest der Baustelle gehen. Noch lagern Sand- und Schuttberge auf dem Grundstück. Die sollen jedoch in drei Wochen verschwunden sein. Dann, so der Plan, soll eine Baustraße angelegt werden und die Fläche eingeebnet sein, so dass sich auch die einzelnen Grundstücke kennzeichnen lassen.

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