29 Menschen aktuell mit Coronavirus infiziert
Eindringlicher Appell zur Achtsamkeit

Ostbevern -

Bürgermeister Karl Piochowiak appelliert an alle Bürger sich trotz anstehender Lockerungen umsichtig zu verhalten und auf nicht notwendige Kontakte verzichten.

Samstag, 06.03.2021, 06:36 Uhr aktualisiert: 07.03.2021, 14:27 Uhr
Schon im vergangenen Jahr waren die Ordnungsbehörden in Ostbevern präsent. Daran ändern auch die neuen Lockerungen nichts.
Schon im vergangenen Jahr waren die Ordnungsbehörden in Ostbevern präsent. Daran ändern auch die neuen Lockerungen nichts. Foto: Gemeinde Ostbevern

Seit Mitte vergangener Woche ist es amtlich: Auch in der Bevergemeinde wurden erste Fälle der britischen Mutation B.1.1.7 des Coronavirus nachgewiesen ( WN berichteten). Nachdem die Zahlen in der Bevergemeinde zumeist durchgehend niedrig waren, zum Teil immer wieder mit Phasen in denen die Zahl der Infizierten bei Null und sogar zuletzt die Inzidenz bei Null lag, kam es in den vergangenen zwei Wochen wieder gehäuft zu Infektionen.

Neben einem sogenannten diffusen Ausbruchsgeschehen, gibt es einen zentralen Ausbruch im Kindergarten St. Ambrosius. So sind mit Stand vom gestrigen Freitag in Ostbevern 29 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Inzidenzwert liegt bei 181,7.

Grund genug für die Verwaltung, erneut an die Bürger zu appellieren – vor allem vor dem Hintergrund der zu erwartenden Lockerungen, die am Mittwoch von der Bundesregierung zusammen mit den Länderchefs beschlossen wurden. „Bei allem Verständnis für den Wunsch nach mehr Freiheiten, sehe ich angesichts der gestiegenen Zahlen in Ostbevern die jetzt beschlossenen Lockerungen aus Sicht der Verwaltung mit Sorge. Ich kann deshalb nur an alle Ostbeverner appellieren, verantwortungsvoll und achtsam mit den neuen Lockerungen umzugehen“, sagte Bürgermeister Karl Piochowiak am Freitag. Das bedeutet auch, dass alle Bürger weiter gehalten sind auf Abstand zu achten, konsequent eine Maske zu tragen und alle nicht notwendigen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Die britische Mutante sei mitunter wesentlich ansteckender, als das bisher grassierende Virus, heißt es aus dem Rathaus. Deswegen sei Achtsamkeit das oberste Gebot, und jegliche Ansteckungsrisiken sollten vermieden werden. Trotzdem ist für die Verwaltung klar: „Die Lage ist ernst aber nicht dramatisch, Grund zur Panik besteht nicht.“ Man wolle die Ostbeverner aber dafür sensibilisieren, dass es durch ein besonnenes diszipliniertes Verhalten und durch Solidarität gelingen kann, die Infektionszahlen auch wieder zu reduzieren.

Die Verwaltung steht dazu im ständigen Austausch mit dem Krisenstab des Kreises Warendorf, um im Fall der Fälle möglichst schnell eingreifen zu können. Ansonsten werde die neue Corona-Schutzverordnung am Wochenende von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes gesichtet, um dann entsprechende Handlungsvorgaben für die Ostbeverner machen zu können. Die Corona-Kontrollen sollen im üblichen Rahmen weiter erfolgen.

Große Hoffnung setzt die Verwaltung auch auf die neue App „luca“. Mit ihr lassen sich Kontakte nachverfolgen, und es besteht ein direkter Kontakte mit dem zuständigen Gesundheitsamt. Der Kreis Warendorf ist Modellregion bei der Einführung der App. So könne man sich den Einsatz der App, die auch eine verschlüsselte, sichere und verantwortungsvolle Datenübermittlung verspricht, nicht nur in der Gastronomie oder im Einzelhandel vorstellen, sondern sie könne beispielsweise auch bei Rats- oder Ausschusssitzungen eingesetzt werden, teilt die Verwaltung mit.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7851938?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F129%2F
Nachrichten-Ticker