Gottesdienste zu den Ostertagen
Es gibt einen Plan B

Ostbevern -

Pfarrer Marco Klein ist guter Dinge, dass die Ostergottesdienste stattfinden können – trotz der hohen Inzidenz die Ostbevern gerade verzeichnet. Und sollte es doch nicht klappen, so hat er jetzt schon einen Plan B in der Tasche.

Dienstag, 16.03.2021, 05:37 Uhr aktualisiert: 16.03.2021, 05:40 Uhr
Ob an den Osterfeiertagen Gottesdienste möglich sein werden, bleibt abzuwarten. Die Bücherei bleibt ebenso wie das Fair-Kaufhaus bis auf Weiteres geschlossen.
Ob an den Osterfeiertagen Gottesdienste möglich sein werden, bleibt abzuwarten. Die Bücherei bleibt ebenso wie das Fair-Kaufhaus bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Daniela Allendorf

59 Fälle von Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, sind aktuell in der Bevergemeinde gemeldet. Dass die Gottesdienste zum Osterfest in drei Wochen stattfinden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollkommen klar. Doch Pfarrer Marco Klein ist guter Dinge und bleibt optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass wir die Gottesdienste anbieten können“, sagt er und schiebt hinterher: „Ich hoffe, dass es dabei bleibt.“

Aktuell gehe man von einem eingegrenzten Infektionsgeschehen aus. So stehe er diesbezüglich auch in regelmäßigem Austausch mit der Gemeindeverwaltung. Sollten die Angebote zu Osterfest nicht stattfinden können, „dann werden wir rechtzeitig informieren“, sagt Klein. Nur das könne man jetzt nicht entscheiden und müsse abwarten, wie sich die Lage in drei Wochen darstelle. Dennoch hofft Klein weiter darauf, die kirchlichen Angebote aufrechterhalten zu können. Denn die Teilnehmerzahl in der Kirche sei bei dem großen Platzangebot so gering – „Oftmals sind nur 30 Besucher in der Kirche, und das bei 800 Plätzen“ – und das Hygienekonzept bewährt, dass die Gefahr einer Ansteckung überaus gering sei.

Dabei macht Klein auf ein anderes Problem aufmerksam. Gerade älteren Menschen, die zurzeit kaum Kontakte haben und für die der Gottesdienst das einzige Mal in der Woche sei, wo sie andere Menschen sehen würden, sollte man diese Möglichkeit nicht nehmen.

Trotzdem ist es für Klein klar, dass, sollte die Lage unübersichtlich werden und in ein diffuses Infektionsgeschehen übergehen, die Gottesdienste nicht stattfinden werden. „Natürlich ist es schöner, die Osterliturgie gemeinsam zu feiern“, sagt er. Aber sollte das aufgrund der Infektionslage nicht möglich sein, gäbe es bereits jetzt einen echten Plan B. Bereits am Wochenende habe man reagiert. Die eigentlich zur Fastenzeit geplante Impulsandacht „Meer der Hoffnung“ sei coronabedingt abgesagt worden. Die für die Andacht vorbereiteten Texte lagen stattdessen zur Mitnahme in der Kirche aus. „Das lässt sich in solchen Fällen gut händeln“, sagt Klein.

Ansonsten setzt die Kirchengemeinde ebenso wie die Verwaltung Ostbeverns auf die „Luca“-App. „Im Gottesdienst ist das leider noch nicht möglich“, sagt der Pfarrer, da müsse man noch auf Zettel und Stift zurückgreifen. Aber in sämtlichen kirchlichen Einrichtungen sei die App bereits verfügbar. So kann man sich bereits im Eine-Welt-Laden wie auch im Pfarrbüro ganz einfach über das Smartphone einchecken und so einen wichtigen Beitrag zur Kontaktnachverfolgung leisten. Auch in der Bücherei sei das Einchecken per „Luca“ möglich. Allerdings habe sich das Büchereiteam angesichts der vergleichsweise hohen Infektionszahlen in Ostbevern entschieden, die Bücherei vorerst nicht zu öffnen. Die Nutzer können aber weiter über das Bestellsystem Bücher und weitere Medien im alten Pastorat abholen. Geschlossen bleibt auch das Fair-Kaufhaus.

Ordner für die Gottesdienste gesucht

 

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