Beschlüsse zum Gewerbegebiet West
Rundherum eine Hecke

Ostbevern -

Kleinere Querelen gab es im Umwelt- und Planungsausschuss als es um den Bebauungsplan des neuen Gewerbegebietes West ging. Schlussendlich war sich die Mehrzahl der Ausschussmitglieder jedoch darüber einig, dass die Grundstücke ringsum mit einer Hecke oder einem berankten Zaun begrünt werden sollen.

Donnerstag, 25.03.2021, 06:22 Uhr aktualisiert: 25.03.2021, 06:30 Uhr
Einen Wendehammer (kl. Bild) wird es im Gewerbegebiet West nicht geben. Stattdessen ist nun ein Durchstich zum Grevener Damm vorgesehen.
Einen Wendehammer (kl. Bild) wird es im Gewerbegebiet West nicht geben. Stattdessen ist nun ein Durchstich zum Grevener Damm vorgesehen. Foto: Gemeinde Ostbevern

„Zur Einfriedung der Grundstücke zur öffentlichen Straßenverkehrsfläche sind innerhalb des Plangebietes nur Hecken aus heimischen, ortstypischen Gehölzen bis zu einer Höhe von maximal zwei Metern zulässig. Zäune sind in der Höhe der Einfriedung auf der von der öffentlichen Straßenverkehrsfläche abgewandten Seite hinter den Hecken zulässig.“ So lautete der Passus zu „Einfriedungen“ im Entwurf des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet West“, der jetzt im Umwelt- und Planungsausschuss zur Diskussion stand.

Und genau das war Werner Stratmann ( Grüne ) nicht genug. Er regte an, dass die Gewerbetreibenden, die im neuen Gebiet ansässig werden, ihr Grundstück nicht nur zur öffentlichen Straßenverkehrsfläche begrünen sollten, sondern auch den rückwärtigen Bereich mit einer Hecke oder einem berankten Zaun ausstatten sollten. Zwischen zwei Grundstücken solle, um möglichst platzsparend zu arbeiten, das Begrünen eines Zaunes ausreichend sein, ergänzte Hubertus Hermanns ( CDU ).

Elmar Möllenbeck (CDU) sorgte für Gegenwind.

Gegenwind für Stratmanns Vorstoß gab es von Elmar Möllenbeck (CDU). Er war der Auffassung, man solle den Entwurf so wie von der Verwaltung vorgestellt – und auch vorbesprochen – belassen. Das wiederum brachte für Werner Stratmann das Fass zum Überlaufen: „Es kann nicht sein, dass wegen solcher Formalismen Anträge hier abgelehnt werden“, sagte er. Würde man jeden Antrag zur Sache machen, ergebe das in seinen Augen keinen Sinn, so der Fraktionschef der Grünen weiter. „Das ist keine politische Kultur“, so Stratmann weiter. Doch Elmar Möllenbeck blieb bei seiner Meinung: „Ich halte das für unsinnig.“

Angenommen wurde der Vorschlag durch das Gremium am Ende bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung trotzdem. Ebenso wurde die Vorgabe, je angefangene vier Parkplätze einen standortgerechten Baum zu pflanzen – vorgesehen waren ursprünglich je sechs Plätze ein Baum –, bei einer Enthaltung von allen weiteren Ausschussmitgliedern angenommen.

Darüber hinaus votierten die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses einstimmig für die bauliche Variante, bei der es einen Durchstich zum Grevener Damm geben wird. Bei einer Gegenstimme wurde auch der Bebauungsplan als Vorentwurf zur Beteiligung der Öffentlichkeit angenommen.

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