Ausgleichsfläche „Blanke Wasser“
Heidelandschaft oder Wald

Ostbevern -

Die einen möchten einen Wald. Die andern halten Heide für klüger. Der Umwelt- und Planungsausschuss hat diskutiert – und entschieden.

Mittwoch, 07.04.2021, 11:14 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 14:20 Uhr
So wie hier in der Schirlheide soll es schon in ein paar Jahren auch auf der Fläche „Blanke Wasser“ aussehen.
So wie hier in der Schirlheide soll es schon in ein paar Jahren auch auf der Fläche „Blanke Wasser“ aussehen. Foto: Sebastian Rohling

Der Weg war kein ganz leichter. In mehreren Diskussionsrunden setzten sich die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses jüngst mit dem Thema Ausgleichsfläche „Blanke Wasser“ auseinander ( WN berichteten). Einigkeit herrschte in diesen Gesprächen nicht immer – wurde von einigen Politikern doch mehrfach betont, dass sie die Anpflanzung eines Waldes an dieser Stelle favorisieren würden.

Das Problem: Ein Wald bringt nicht so viele Ökopunkte für den Ausgleich – unter anderem bezüglich des Baugebietes Kohkamp III. Diese Punkte braucht die Gemeinde jedoch dringend. Überdies wären die Ökopunkte ungleich teurer: Muss die  Gemeinde bei einer Heidelandschaft mit rund zehn Euro pro Punkt kalkulieren, liegt der Preis für einen Mischwald bei knapp 22 Euro pro Punkt.

Schlussendlich votierten die Lokalpolitiker jetzt einstimmig für die Errichtung einer Heidelandschaft. Einziges Problem, das es jetzt noch für die Verwaltung zu klären gilt, ist die Flächenverfügbarkeit. Der betreffende Grund und Boden ist zur Zeit nämlich noch verpachtet, die Gemeinde befindet sich in Gesprächen mit dem Pächter. Zwar liefen die Verhandlungen gut, dennoch machte Fachbereichsleiter Hans-Heinrich Witt wenig Hoffnung: „Es sieht momentan so aus, als würden wir das dieses Jahr nicht mehr schaffen“, sagte er – und bleibt guter Dinge, dass das Projekt im kommenden Jahr starten wird.

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