Neues Dach samt Photovoltaikanlage für die Franz-von-Assisi-Schule
Es tropft – und das seit Jahren

Ostbevern -

Den Mängeln am Dach der Franz-von-Assisi-Schule soll es jetzt an den Kragen gehen. Was nun an Maßnahmen geplant ist, erläuterte Karl-Heinz Dörenkämper vom Planungsbüro Dörenkämper und Ahling.

Donnerstag, 08.04.2021, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 14:52 Uhr
Die Dächer der Franz-von-Assisi-Schule werden vollständig saniert.
Die Dächer der Franz-von-Assisi-Schule werden vollständig saniert. Foto: Daniela Allendorf

In der Franz-von-Assisi-Schule tropft es – und das schon seit mehreren Jahren. Wasserflecken an den Decken oder gar stehendes Wasser im Gebäude nach heftigen Regenfällen sind an der Tagesordnung. Dass das nicht so bleibt, dafür haben sich jetzt – im entscheidenden Schritt zur Sanierung des Daches – die Mitglieder des Rates stark gemacht. Einstimmig votierten sie dafür, dass die Schule nicht nur ein neues Dach bekommt, sondern auch eine Photovoltaikanlage auf den Dachflächen installiert werden soll.

Rückblick: Im Herbst 2018 wurden in einer ausführlichen Analyse mittels Kamerabefahrung Regenrinnen, Fallrohre und Entwässerungsleitungen untersucht. Es bestand seinerzeit die Vermutung, dass diese zu klein dimensioniert seien, sich Wasser zurückstauen und so ins Gebäude eindringe könnte. Diese Vermutung bestätigte sich indes nicht. Deswegen wurde im Anschluss mit einem örtlichen Dachdecker und einem Architekten eine Bestandsaufnahme der Dachabdichtung sowie der Dämmebene durchgeführt. Dabei traten mehrere Mängel zu Tage: unter anderem eine nicht überlappende Folienabdichtung unter der Attikaabdeckung sowie eine Durchfeuchtung der Dämmebene.

Mehrere Mängel traten zu Tage.

Was jetzt an Maßnahmen geplant ist, erläuterte Karl-Heinz Dörenkämper vom Planungsbüro Dörenkämper und Ahling. Per Videoschalte war der Fachmann in die jüngste Ratssitzung geschaltet. „Das Problem ist, dass wir es hier mit einem Foliendach und nicht mit einem Bitumendach zu tun haben“, sagte Dörenkämper eingangs. Diese wiesen einfach nicht so eine lange Haltbarkeit auf. Halte ein Bitumendach 30 bis 40 Jahre, sei ein Foliendach in den meisten Fällen schon nach 20 bis 30 Jahren abgängig, so der Planer.

Da lag es auf der Hand, dass sich die Ratsmitglieder einstimmig für ein neues Bitumendach entschieden. „Diese Dächer sind einfach sehr viel langlebiger“, hatte Dörenkämper die Entscheidung zuvor untermauert. Die Problematik bei der Sanierung liege jedoch darin, dass man viele unterschiedliche Dächer mit immer wieder anderen Neigungen und Höhen habe. „Das bedeutet, dass es viele Anschlüsse gibt“, erklärte Dörenkämper.

Komplett ausgetauscht werden muss auch das Dämmmaterial.

Komplett ausgetauscht werden muss auch das Dämmmaterial. Dem aus dem Gremium gemachten Vorstoß, das Material zu trocknen und wiederzuverwenden, konnte nicht entsprochen werden. Der Kosten-Nutzen-Rahmen stünde da in keinem Verhältnis, und auch brandschutzrechtliche Aspekte seien zu berücksichtigen, hieß es vom Fachmann.

Der Vorteil eines Foliendaches, nämlich das Gewicht – Foliendächer werden häufig bei großen Hallen genutzt – spiele bei der Franz-von-Assisi-Schule keine Rolle. Das hätten die beauftragten Statiker bestätigt. Ebenso ermögliche die Statik des Gebäudes, 120 Module Photovoltaik zu installieren. 695 000 Euro koste die Gemeinde die gesamte Maßnahme inklusive der Module. Damit sei das Bitumendach nicht nur langlebiger, sondern auch günstiger als das Foliendach, das in Summe mit 710 000 Euro zu Buche geschlagen hätte.

Die Sanierungsmaßnahme soll in den kommenden Sommerferien starten, wird sich aber voraussichtlich bis zum Ende der Herbstferien hinziehen. Es sei jedoch kein Problem, während der Unterrichtszeit weiterzuarbeiten, „weil die Arbeiten ausschließlich draußen stattfinden“, ließ Karl-Heinz Dörenkämper die Ratsmitglieder wissen.

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