Bericht des Jugendamtes des Kreises Warendorf
Ein Platz für jedes Kind

Ostbevern -

Für jedes Kind wird es im kommenden Kindergartenjahr einen Platz geben. Das teilte Frank Peters vom Kreis Warendorf im Rahmen der Sitzung des Bildungs-, Generationen- und Sozialausschusses mit. 516 Plätze stehen insgesamt in den Einrichtungen wie auch in der Kindertagespflege zur Verfügung.

Samstag, 01.05.2021, 05:09 Uhr
516 Betreuungsplätze sowohl im U3- wie auch im Ü3-Bereich stehen ab dem Sommer in Ostbevern zur Verfügung.
516 Betreuungsplätze sowohl im U3- wie auch im Ü3-Bereich stehen ab dem Sommer in Ostbevern zur Verfügung. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Der Feldversuch ist geglückt: In der jüngsten Sitzung des Bildungs-, Generationen- und Sozialausschusses (BGSA) waren Anke Frölich , Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf, sowie ihr Kollege Frank Peters per Videoschalte im Tagungsraum zugeschaltet – und das klappte einwandfrei. „Vermutlich werden wir das jetzt öfter machen“, zog Hubertus Stegemann nach der Sitzung Bilanz, denn schließlich stünden Vorträge von Externen regelmäßig auf der Tagesordnung der Gremien. Damit könne dem Infektionsschutz noch mehr Rechnung getragen werden.

Thematisch ging es in den Beiträgen der beiden Mitarbeiter des Kreises Warendorf zum einen um die Kindergartenbedarfsplanung, zum anderen um den Jahresbericht des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, wobei hier der Schwerpunkt bei den Handlungsansätzen in der Pandemie lag. „Keiner von uns hätte Anfang 2020 erwartet, was da auf uns zukommt“, sagte Anke Frölich. Als man dann gemerkt habe, was sich dort entwickele, „haben wir sehr schnell entschieden, dass die Kollegen zu betroffenen Familien, die wie schon kennen, Kontakt halten, aber auch neue Kontakte aktiv aufnehmen“, so Fröhlich. Das Signal: „Wir sind für euch da. Meldet euch auch bei uns.“

Nachdem die Mitarbeiter des Jugendamtes zunächst eine Art „Entlastung“ bei betroffenen Familien haben feststellen können – zum Beispiel musste kein Kind mehr für die Schule oder den Kindergarten morgens fertig gemacht werden – hätte sich im Herbst 2020 die Stimmung umgekehrt. „Wir haben Anrufe von Eltern bekommen, die uns gesagt haben ‚Unsere Nerven liegen blank‘“, so Frölich. Auch aus Ostbevern und Brock habe es diese Anrufe gegeben. Durch das zuvor erarbeitete Vertrauen habe man auch in diesem Zeitraum kreative Hilfestellungen anbieten können. „Es geht ja schnell die Angst um, wenn das Jugendamt kommt, sind die Kinder gleich geklaut“, so die Amtsleiterin, das sei natürlich mitnichten so.

Dankbar war Frölich, dass es auch in der Bevergemeinde immer wieder Hinweise aus der Nachbarschaft, speziell aber auch aus den Schulen und Kindergärten gibt. „Es ist einfach toll, dass es dort so eine aufmerksame Sicht auf die Kinder gibt“, so Frölich. „Machen Sie weiter so“, appellierte die Amtsleiterin. In Zahlen ausgedrückt habe es faktisch keine Zunahme an Kindeswohlgefährdungen gegeben. Die Formen der Hilfe seien eta­bliert und anerkannt, so Frölich abschließend.

Mit einer guten Nachricht für die Ostbeverner Eltern startete Frank Peters. „Wir können allen Eltern, die sich um einen Kindergartenplatz beworben haben, ein Angebot machen“, sagte er. Das gelte sowohl für U3- wie für Ü3-Plätze. Insgesamt stehen für das kommende Kita-Jahr 516 Plätze zur Verfügung, darunter 32 in der Kindertagespflege.

Auch auf die unterschiedlichen von den Eltern buchbaren Stundenkontingente ging Peters ein. 25 Stunden wurden für 10,7 Prozent der angemeldeten Kinder gebucht, im Kindergartenjahr 2018/2019 waren es im Vergleich dazu noch 13, 1 Prozent. Den größten Anteil bestreitet die Gruppe mit 35 Stunden Betreuung in der Woche. 63,2 Prozent werden im nächsten Jahr in diesem Umfang betreut – 2018/2019 waren es 61,3 Prozent. Ebenfalls nur leicht gestiegen ist der Anteil bei den 45-Stunden-Kindern. Waren es 2018/2019 noch 25,6 Prozent, werden es im nächsten Kita-Jahr 26,2 Prozent sein.

Ob es bei der Platzvergabe noch einen Puffer für das Kita-Jahr gebe, wollte Dr. Susanne Lehnert (CDU) wissen. „Durch die Einrichtung der weiteren Gruppe der ‚Biberbande‘ haben wir dort einige Plätze an Puffer zur Verfügung stehen“, betonte Peters. Andernfalls ließen sich unterjährige Bedarfe über die Kinderbetreuungsbörse und eine enge Abstimmung mit den Einrichtungen meistens lösen.

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