Sassenberg
Gratulanten stehen Schlange

Freitag, 04.06.2010, 17:06 Uhr

Sassenberg - Ehre, wem Ehre gebührt. Zum 125-jährigen Bestehen hatte die Freiwillige Feuerwehr Sassenberg zum festlichen Kommersabend eingeladen, und die Zahl der Gratulanten war groß. Als Mitbringsel war das klassische „Westfälische Flachgeschenk“ sehr beliebt und dürfte auch den Wünschen der Feuerwehr sehr entgegen gekommen sein. Eine ganz besondere Auszeichnung wurde Bürgermeister Josef Uphoff zuteil, der aus den Händen des Kreisbrandmeisters Heinz Nordhoff die silberne Ehrennadel der Kreisfeuerwehr überreicht bekam. „Er hat sich in vorbildlicher Weise für die Feuerwehr eingesetzt, die Motivation hochgehalten und die Alarmbereitschaft gesichert“, begründete Nordhoff die Auszeichnung.

Nach einem musikalischen Ständchen durch das Gebrasa Blasorchester begrüßte Zugführer Heinz Hülsmann am Mittwochabend die Gäste im Feuerwehrgerätehaus. „Es war einmal, aber das was hier vor 125 Jahren geschah war kein Märchen. 66 Bürger gründeten die Feuerwehr“, blickte Hülsmann zurück. „Sie hatten damals die Zeichen der Zeit erkannt, und noch heute finden sich viele Familiennamen von damals in den heutigen Mitgliederlisten.“ Der Zugführer ließ ein wenig die Historie Revue passieren und begrüßte unter anderem die benachbarten Löschzüge. „Man kann sich immer auf die Nachbarwehren verlassen“, lobte er den guten Zusammenhalt.

Bürgermeister Josef Uphoff erinnerte daran, dass dies das zweite große Jubiläum nach dem 100-Jährigen der Füchtorfer Feuerwehr sei. „Wir haben heute eine gute Technik, die aber nur durch gute Leute etwas bringt. Die Wehrleute sind die Basis und das Herz der Feuerwehr“, sagte Uphoff. Die Stadt sei auf die Feuerwehr angewiesen. „Wir sind stolz darauf, dass wir uns auf Euch verlassen können.“ Uphoff sprach Dank und Anerkennung im Namen der gesamten Bürgerschaft aus und wies darauf hin, dass es für Rat und Stadt eine permanente Herausforderung sei, für eine angemessene Ausrüstung zu sorgen. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Stadt und Rat, die von großem Vertrauen getragen sei. „Meinen Glückwunsch zur Erfolgsbilanz in 125 Jahren, und für die Zukunft wünsche ich, dass der ehrenamtliche Einsatz nie erlahmen wird.“

Wehrführer Reinhard Lietmann machte deutlich, dass dieses Jubiläum das Verdienst jedes einzelnen Kameraden sei und beglückwünschte vor allem die Ehrenabteilung. „Sie waren selbst kurz nach dem Krieg für die Gemeinschaft im Einsatz. Manche Kameraden sich schon über 60 Jahre dabei, und von fast jedes Mitglied der Ehrenabteilung ist heute ein Sohn in der Feuerwehr aktiv“, berichtete Lietmann. Der Wehrführer hob ebenfalls das partnerschaftliche Verhältnis zur Stadt hervor. „Besonders stolz sind wir auf die beiden neuen Gerätehäuser. Unser Dank geht an die Politik und den Bürgermeister.“ Ein Dankeschön gab es aber auch für die Frauen der Wehrleute, die uneingeschränkt solidarisch seien. „Die Stadt braucht uns, und wir bekommen Anerkennung und Wertschätzung.“

Pfarrer Andreas Rösner gratulierte im Namen der Kirchengemeinde aufrichtig für das, was die Wehr für den Bürger tut. „Wenn ich die Sirene höre, denke ich immer an die, die in Not sind, aber auch an die Helfer. Seien Sie sich sicher, ich bete für Sie.“

Die Glückwünsche der Bezirksregierung und des Bezirksbrandmeisters überbrachte Donald Niehues. „Hier scheint es noch Geld zu geben“, meinte er in Anbetracht der Tatsache, dass auch Füchtorf ein neues Gerätehaus bekommt. Dafür erntete er amüsiertes Gelächter. „Der Kampf um den Faktor Mensch hat begonnen. Jedes neue Mitglied ist ein Schatz, und das Ehrenamt wird immer wertvoller“, erklärte Niehues.

Kreisbrandmeister Heinz Nordhoff überbrachte Grüße vom Landrat. „Wir alle freuen uns über dieses Jubiläum. Es bedeutet eine unermessliche Fülle an Arbeit und Dienst am Nächsten“, sagte Nordhoff. Es sei aber auch eine hohe Verpflichtung, und die Aufgaben der Feuerwehr seien vielfältiger denn je.

Nach den offiziellen Rednern standen die Gratulanten Schlange, und dann hieß es: Warten auf die Dämmerung. Denn die Freiwillige Feuerwehr Harsewinkel benötigte Dunkelheit für die Vorführung ihrer Wasserorgel. Doch das Warten lohnte sich, denn als um 22.45 Uhr die ersten Töne erklangen, verfolgten die zahlreichen Zuschauer eine rund 40-minütige gelungene Komposition aus Musik, Licht und Wasser. Ein würdiger Abschluss eines festlichen Abends.

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