Sassenberg
Düster, tragisch und erschreckend

Donnerstag, 20.01.2011, 20:01 Uhr

Sassenberg - Nicht wie es wirklich war, sondern was wahr ist, habe er in seinem Buch „Mein Himmel brennt“ beschrieben. Heinrich von der Haar, der am 28. Januar (Freitag) um 20 Uhr im Kaminzimmer des Hotel Börding aus seinem Buch liest, wehrt damit gleich die Frage ab, ob es sich bei dem mit einem Literaturpreis ausgezeichneten Roman um eine Autobiografie handelt. Nein, es sei ein fiktiver Roman, versichert er.

Heinrich von Haar schildert schonungslos das Leben des Bauernjungen Heini in den 50er und 60er Jahren im Münsterland . Er lässt keine Facette in seinen Schilderungen aus: Leser und Zuhörer erfahren in einer gewissen Atemlosigkeit das Leben dieses Jungen düster, tragisch und erschreckend. Heini lebt in einer kinderreichen Kleinbauernfamilie. Dass Kinder in andere Familien gegeben werden, weil es auf dem eigenen Hof nicht mehr genügend Platz und Nahrung gibt, macht ebenso betroffen wie die Schilderungen der engstirnigen katholischen Prägung, das Prügeln in der Schule und zu Hause.

Heinrich von der Haar wurde 1948 in Hopsten im Münsterland geboren. Er wuchs mit zehn Geschwistern auf einem kleinen Bauernhof auf. Von Kind an arbeitete er in der Landwirtschaft und in der Fabrik. Nach Volksschule, Handelsschule, Banklehre absolvierte er auf dem zweiten Bildungsweg das bischöfliche Kolleg in Münster. Der promovierte Soziologe, Philosoph, Betriebswirt und Wirtschaftspädagoge lebt seit 1970 mit seiner Familie in Berlin.

Die Autorenlesung erfolgt in Zusammenarbeit der Katholischen Öffentlichen Bücherei (KÖB) mit dem Kulturverein Sassenberg. Der Eintritt zu der Autorenlesung ist frei.

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