Sassenberg
Duo überzeugt in der Mühle

Mittwoch, 30.03.2011, 09:03 Uhr

Sassenberg - Eine Gitarre, eine Geige , ein rauchig-kräftige und eine weiche Stimme - mehr brauchten Eddie Arndt und Sarah-Jane Himmelsbach nicht, um die historische Mühle mit ihrer Musik auszufüllen und das Publikum für sich einzunehmen. Das Duo Bardic überzeugte, nach drei Jahren Pause, erneut in der Hesselstadt.

Nicht nur die Beine der Musiker wippten am Sonntagabend im Rhythmus zu der Mischung aus traditionellen irischen Folkliedern, Coverversionen moderner Stücke und Eigenkompositionen. Die seit 1997 aktive Band hatte diesmal ein neues Album im Gepäck und spickte das Programm mit einigen Neuheiten. Das wusste das Publikum zu schätzen, denn für die Mehrheit waren die beiden keine Unbekannten. Viele hatten sie schon einmal gesehen oder gehört. „Wenn mehr als drei Leute uns noch nicht gesehen haben, lohnt es sich, diese Geschichte zu erzählen“, leitete Eddie Arndt augenzwinkernd eine der Anekdoten ein, die er den Liedern vorausschickte. Die halfen, die englischen Texte besser zu verstehen und machten es leichter, sich auf die drei bis sechs Minuten langen Stücke einzulassen. Auch wer sich nichts aus den Texten machte, konnte sich trotzdem von dem Zusammenspiel von Gitarre, Geige und dem teils zweistimmigen Gesang gut unterhalten lassen. Spätestens, als die rund 40 Zuhörer den Refrain eines alten Seemannslieds geschlossen mitsangen, war klar, dass alle von den beiden Berufsmusikern überzeugt waren.

Auf die Frage, was der Reiz an einem so kleinen Publikum sei, nachdem die beiden auch schon in der Westfalenhalle gespielt hatten, sagte Arndt: „Wir spielen genauso gerne in kleinen Räumen. Akustisch spielen zu können ist toll.“ Tatsächlich trug das Fehlen von Mikrofonen und Verstärkern viel zur Atmosphäre bei.

Das Duo hatte sichtlich Spaß, stritt sich zwischen den Liedern spaßeshalber über die zu klein geschriebene Setlist und alberte mit dem Publikum. Dafür ernteten sie nach rund zwei Stunden auch begeisterten Applaus, den die beiden wiederum mit zwei Zugaben belohnten. Die letzte, ein A-cappella-Stück, war offensichtlich nicht eingeplant, bildete aber den würdigen Schluss für einen Abend, den die alte Mühle so wohl seit drei Jahren nicht mehr erlebt hatte.

Wer sich für Bardic interessiert oder die beiden als Vorband für Jethro Tull erleben möchte, findet unter www.bardic.de Infos, Musik und Konzertdaten.

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