Landschaftsplan vorgestellt
Naturschutzgebiete entwickeln und erhalten

Füchtorf/Sassenberg -

Im Landschaftsplan „Sassenberg“ sollen die Planung von Pflege und Entwicklungsmaßnahmen über die Festsetzung sogenannter Entwicklungsräume erfolgen. Heinz-Jürgen Müller vom Amt für Planung und Naturschutz des Kreises Warendorf informierte am Dienstag und Mittwoch in Füchtorf und Sassenberg über den derzeitigen Stand des mittlerweile zehnten Planes, und der soll für drei Jahre Rechtskraft erhalten.

Freitag, 08.03.2013, 06:03 Uhr

Schwerpunkt des Landschaftsplans ist die Entwicklung und Erhaltung der Naturschutzgebiete und der geschützten Landschaftsbestandteile. Mit Hilfe des Vertragsnaturschutzes sollen diese gepflegt und entwickelt werden. Davon sind natürlich in erster Linie Land- und Forstwirtschaft betroffen.

Im Rahmen der frühzeitigen öffentlichen Bürgerbeteiligung bestand die Möglichkeit, einem Expertengremium Fragen zu stellen. Das wurde sowohl in Füchtorf als auch in Sassenberg ausgiebig genutzt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Planes liegt in der Pflege und Entwicklung vorhandener Strukturen, zum Beispiel Obstwiesen und Kleingewässer. Hier will der Landschaftsplan auch eine Hilfe für die Eigentümer bei der Pflege der Biotope leisten. Im Vergleich zu anderen Landschaftsplänen stehen neue Pflanzmaßnahmen und die Neuanlage von Biotopen nicht im Vordergrund.

Bei der Umsetzung wendet der Kreis Warendorf den so genannten Vertragsnaturschutz an. So werden zum Beispiel gemeinsame Regelungen zur extensiven Nutzung von Grünlandflächen in Naturschutzgebieten auf vertraglicher Basis mit dem Eigentümer getroffen. Pflanz- und Biotopmaßnahmen sollen nur auf freiwilliger Basis im Einvernehmen mit den Eigentümern realisiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Umsetzung des Landschaftsplanes stellt die Anwendung der Eingriffs-Ausgleichsregelung dar. Landschaftsplanung und Ausgleichsmaßnahmen bauen eng aufeinander auf. So stehen die Maßnahmen des Landschaftsplanes für Kompensationsmaßnahmen zur Verfügung und können auch von Dritten realisiert werden. Der Landschaftsplan wird vom Kreistag als Satzung beschlossen und ist der Bezirksregierung anzuzeigen. Bis es jedoch soweit kommt, wird ein intensives Beteiligungsverfahren ohne Zeitdruck mit ausführlicher Information über den Inhalt des Landschaftsplanes durchgeführt.

Für die Mitwirkung am Landschaftsplan sind die beiden folgenden Verfahrensschritte wichtig: frühzeitige Bürgerbeteiligung (derzeitiger Verfahrensstand) und öffentliche Auslegung (geplant Ende 2014). Der Landschaftsplan wird bei der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung und der Kreisverwaltung für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Während dieser Zeit steht ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung zur Verfügung, um den Landschaftsplan zu erläutern und Anregungen und Bedenken entgegenzunehmen.

Der Kreis Warendorf bittet diese gegebenen Beteiligungsmöglichkeiten intensiv wahrzunehmen.

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