Orgelkonzert mit Hans-Martin Limberg und der Chorschola St. Johannes
Besinnliches in der Fastenzeit

Sassenberg -

Zu einem Orgelkonzert mit einem bekannten Gast lud am Sonntagabend die Pfarrgemeinde St. Johannes in die Pfarrkirche ein. Der Organist Hans-Martin Limberg gestaltete gemeinsam mit Mitgliedern der Choralschola St. Johannes ein anspruchsvolles Konzert mit gregorianischen Impressionen.

Montag, 04.03.2013, 16:03 Uhr

Hans-Martin Limberg überzeugte an der Eule-Orgel und brachte immer wieder seinen ganz eigenen Stil in die gespielten Musikstücke ein.
Hans-Martin Limberg überzeugte an der Eule-Orgel und brachte immer wieder seinen ganz eigenen Stil in die gespielten Musikstücke ein. Foto: Irmler

Zu einem Orgelkonzert mit einem bekannten Gast lud am Sonntagabend die Pfarrgemeinde St. Johannes in die Pfarrkirche ein. Der Organist Hans-Martin Limberg gestaltete gemeinsam mit Mitgliedern der Choralschola St. Johannes ein anspruchsvolles Konzert mit gregorianischen Impressionen. Die musikalischen Wurzeln in Limbergs Spiel sind in der französischen Spätromantik zu finden. Die Gregorianik geht indes auf Papst Gregor I . zurück. In der Zeit um sein Wirken (6. Jahrhundert) entstand in Rom die Schola cantorum. Erste musikalische Zeugnisse dieses Stils sind bereits für die Zeit um 800 n.Chr. belegt. Noch heute ist die Form der Choralmessen, besonders in Klöstern, präsent. „Es ist etwas Besinnliches in der Fastenzeit “, hatte Pastor Andreas Rösner während seiner Begrüßung betont.

Unter der Gesamtleitung von Kirchenmusiker Klaus Scheidweiler wurde das Konzert mit dem „Gloria in excelsis deo“ eröffnet. Auf der Eule-Orgel stellte Limberg sein ganzes Können unter Beweis und erzeugte von Beginn an eine besondere Atmosphäre. Auch mit der Paraphrase über den Pfingsthymnus „Veni creator spiritus“ wusste Limberg zu begeistern, ohne bereits vorhandene Kompositionen nur zu kopieren. Limberg betonte erneut seinen eigenen Stil, in dem er sich spielerisch auch einiger Jazzeinflüsse bediente.

Obwohl lediglich fünf Sängerinnen der Choralschola die gesangliche Gestaltung des Konzerts übernahmen, wussten sie das Gotteshaus klanglich auszufüllen. Bedauerlicherweise waren nur vergleichsweise wenige Menschen der Einladung gefolgt, das gelungene Konzert zu besuchen. Sowohl Organist, als auch Schola hätten an diesem Abend ein weitaus größeres Publikum verdient gehabt. So genossen die Anwesenden auch Meditation und Toccata über „Salve regina“ sowie die vier Teile der Suite concertante. Im Anschluss an die vertonte „Ave regina caelorum“, die ebenfalls gemeinsam von Organist und Schola interpretiert wurde, folgte mit dem „Lumen de Lumine“ (Licht vom Licht) der gelungene Abschluss des Konzertes.

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