Generalversammlung der Bürgerschützen
Magische Grenze bald erreicht

Sassenberg -

Am kommenden Wochenende hat das lange Warten ein Ende. Dann werden erneut Männer in weißen Hosen, schwarzen Jacken und Schützenhüten auf dem Kopf das Stadtbild bestimmen. Entsprechend groß war die Vorfreude am Samstagabend bei der Generalversammlung des Bürgerschützenvereins in der Schützenhalle.

Sonntag, 07.07.2013, 17:07 Uhr

Schon vor dem offiziellen Beginn herrschte ausgelassene Stimmung. Großen Anteil daran hatte das Gebrasa-Blasorchester unter der Leitung von Christian Borgmann.

Eine Gesetzesänderung trübte dann doch kurzzeitig die Stimmung. „Ihr habt es sicher schon bemerkt. Auf den Tischen stehen keine Aschenbecher mehr. Das liegt am Nichtraucherschutzgesetz. Es gibt etliche Gründe dafür, aber auch dagegen. Einige von euch wird es freuen, bei anderen wird es grummeln. Wir können uns aber jegliche Diskussionen diesbezüglich sparen“, betonte Präsident Franz-Josef Ostlinning . Das absolute Rauchverbot gilt auch im Festzelt, der Verein muss für die Einhaltung sorgen.

Für ausnahmslos positive Reaktionen sorgte indes der Tagesordnungspunkt 2. Hierbei legte Frank Hoppe beeindruckende Zahlen zur Entwicklung der Mitgliederzahlen vor. Demnach sei es gelungen, die Zahl der Mitglieder zu erhöhen, und dabei das Durchschnittsalter deutlich zu senken. Im März 2012 machten Schützenbrüder und -schwestern im Alter bis 25 Jahre lediglich acht Prozent des Gesamtvereins aus. „Das war auch einer der Auslöser, die Mitgliederwerbeaktion zu starten“, so Hoppe. Bis zum Beginn dieses Monats habe man diese Quote auf 13 Prozent steigern können. „Ich bin selbst platt, wie gut die Sache läuft.“ Aktuell zählt der größte Schützenverein im Münsterland 1988 Mitglieder. Die großangelegte Mitgliederwerbeaktion sei ein voller Erfolg, fuhr Hoppe fort. „Es macht mich schon ein wenig sprachlos. Das Durchschnittsalter der „Neuen“ lag bei 26,5 Jahren. „Ich denke, auch diese Zahl spricht für sich.“ Es dürfe jedoch nicht der Eindruck entstehen, der Verein setze ausnahmslos auf die Jugend. „Wir wollen wirklich alle Alterssegmente erreichen. Das gilt auch für Zugezogene und jene, die bisher noch keinen Bezug zum Verein hatten.“

Diesen positiven Trend wird weiterhin der bewährte Vorstand begleiten. So verkündete Franz-Josef Ostlinning die Ergebnisse der Wahlen des geschäftsführenden Vorstands. Ostlinning bleibt Präsident, Helmut Vinke dessen Stellvertreter. Die Kasse führt auch in Zukunft Michael Dunker, ihm zur Seite steht Frank Hoppe. Das Amt des Schriftführers wird weiterhin von Frank Wächter ausgefüllt, Bernhard Beile ihn vertreten. Die Versammlung honorierte diese Entscheidungen mit großem Beifall. „Mit so einem Verein und einem solchen Vorstand macht es einfach Spaß“, brachte Ostlinning seine Freude über die Wiederwahl zum Ausdruck.

Der gesamte Vorstand wird im Laufe dieser Woche so manchen Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. Schließlich kündigte man an, möglichst allen Bogengemeinschaften beim Schmücken der Straßenzüge einen Besuch abstatten zu wollen.

Erstmals in großer Runde wurde die neugegründete Jungschützenkompanie präsentiert. In diesem Zusammenhang betonte Ostlinning die Bedeutung der Ehrengarde. Immer wieder sei er mit der Meinung konfrontiert worden, die Jungschützen erwüchsen zur vereinseigenen Konkurrenz. „Die Ehrengarde ist und bleibt unser Aushängeschild und ein Aktivposten des Vereins. Sie vertritt uns nach außen und nimmt an Festen anderer Vereine teil. Die Jungschützenkompanie soll sich mit ihren Auftritten auf unser Schützenfest beschränken. Ich sehe darin keine Konkurrenz.“

Stolz könne man auch auf die neue Homepage sein, die sieht dem 14. Juni online ist. Der Vorstand dankte in diesem Zusammenhang besonders Michael Veith für die aufwändige Gestaltung und die Programmierung der Seite. Auch Frank Deitert gebühre für die Pflege des Facebook-Auftritts des Vereins großer Dank.

Nach Bernhard Beiles Ankündigung, das Wetter während des Schützenfests werde genauso sommerlich ausfallen wie am vergangenen Samstag und der darauf eingehenden kurzen Ansprache des noch amtierenden Königs Michael I. Hülsmann schloss Präsident Ostlinning die Versammlung.

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