DRK wirbt um junge Blutspender
Freund zur Spende mitgebracht

Füchtorf -

Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Viele „Lebensretter“, darunter Blutspende-Veteranen sowie fünf Neuspender fanden am Mittwoch den Weg zur Blutspende in die Füchtorfer Grundschule.

Freitag, 23.08.2013, 06:08 Uhr

Einen halben Liter Blut abgeben? Freiwillig? Wer noch nie Blut gespendet hat, kämpft manchmal mit einem mulmigen Gefühl und fragt sich: Was genau kommt da auf mich zu? Die zahlreich erschienen Spender (180) am Mittwochabend in der Füchtorfer Grundschule bewiesen, dass es gar nicht so schlimm sein kann.

„Dass jemandem schwindelig wird, ist eher eine Ausnahme. Falls es doch einmal dazu kommt, können die Ärzte sofort helfen, und das Spenden an sich ist schon nach wenigen Minuten vorbei“, kann Thomas Kunstleve , Blutspendebeauftragter des DRK Ortsvereins Sassenberg alle Neulinge beruhigen.

Nach einer Anmeldung und anschießender ärztlicher Untersuchung folgt in der Regel bereits die Blutabnahme durch das DRK und die medizinischen Angestellten des Blutspendedienstes Münster. Nach einer Pause im Ruheraum hat anschließend jeder Spender die Möglichkeit, sich an einem reichhaltigen Buffet zu stärken. Dieses war auch am Mittwoch wieder gut gefüllt mit Leckereien. Neben etwa belegten Brötchen und Salaten hatte der DRK keine Mühen gescheut und leckere frisch gegrillte Würstchen angeboten.

Spenden dürfen diejenigen, die zwischen 18 und 68 Jahren alt sind. Da die Zahl der jungen Blutspenderinnen und Blutspender zwischen 18 und 35 Jahren leider immer noch viel zu gering ist und im letzten Jahr sogar um 30 Prozent gefallen ist, hat der Blutspendedienst West sich für dieses Jahr ein ganz besonderes Ziel gesetzt. Innerhalb von 200 Tagen sollen 50 000 neue Blutspender gewonnen werden. Start war am 14. Juni – dem Weltblutspendetag.

Einer der Blutspender am Mittwoch war Julian Niehues . Er war noch nicht oft spenden, zum dritten Mal ließ er sich an diesem Abend „anzapfen“. Für Julian ist ganz klar, „um anderen Menschen zu helfen, spende ich Blut“. Sein Bruder nahm ihn im vergangenen Jahr zur ersten Spende mit in die Grundschule, und auch er hat am Mittwoch einen Freund überreden können, Neuspender zu werden und gleich mitgebracht.

Auch die Blutspende-Veteranen Karsten Löppenberg und Annette Seipelt, die zum 15. Und 21. Mal dabei sind, wurden durch Familienmitglieder und Freunde von der guten Sache überzeugt. „Wir freuen uns natürlich ganz besonders über Spender, allerdings auch über Leute, die an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in DRK interessiert sind“, bekräftigt Thomas Kunstleve, der selber seit zwölf Jahren Blutspender ist und überzeugend klarstellt „Was kann es wichtigeres geben, als Leben zu retten?“

Gerne erinnert er auch an den nächsten Spendentermin in Sassenberg. Am Freitag (30. August) sind alle Spender und die, die es noch werden wollen, ab 17.30 Uhr in die Sassenberger Hauptschule eingeladen. Alle Interessenten finden weitere Informationen zur Blutspende oder auch zur Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz auf der Internetseite:

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