Stockmeyer feiert rundes Firmenjubiläum
Seit 100 Jahren geht es um die Wurst

Füchtorf -

Vor 100 Jahren wurde Stockmeyer als kleiner Fleischverarbeitungsbetrieb in Versmold gegründet. Im September 1913 legten der Kaufmann Heinrich Stockmeyer und seine Ehefrau Karoline den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte. „Damals gab es schon viele Wurstfabriken, aber die Gründerfamilie war sehr fokussiert“, berichtete Geschäftsführer Hans-Jürgen Meschkat im Pressegespräch.

Samstag, 28.09.2013, 10:09 Uhr

Regionale Dauerwurstwaren und Schinken waren die ersten Produkte in dieser Zeit und verkauften sich so gut, dass das junge Unternehmen schnell wuchs. 1941 starb Heinrich Stockmeyer , und seine Frau Karoline führte die nächsten fünf Jahre das Unternehmen alleine weiter. Schließlich übernahm Sohn Werner die Firma gemeinsam mit seiner Schwester Liselotte Stockmeyer-Risken. Sie erlebten das Wirtschaftswunder der 50er Jahre. „Die Menschen hatten Nachholbedarf“, sagte Meschkat . Erste Schwerpunkte waren Rohwurst und dann Teewurst. In den 60er Jahren brachte Werner Stockmeyer die Idee der Konserven und der SB-verpackten Wurst aus den USA mit, und schnell wurde Stockmeyer zum Meister der Verpackung. Dank dieser Weitsicht wurde das Unternehmen führend in der deutschen Fleischbranche.

Irgendwann reichten die Kapazitäten im Stammwerk in Versmold nicht mehr aus, und so entstand 1972 der neue Produktionsstandort in Füchtorf . Zehn Jahre später war Stockmeyer komplett nach Füchtorf umgezogen und besaß nun eine der modernsten Wurstproduktionen Europas. Seit den 90er Jahren gibt es die Marke ProVital, die den Trend der kalorienbewussten Ernährung aufgriff, und kurz darauf wurde die Marke Ferdi Fuchs geboren, um auch im Kinderwurstmarkt aktiv zu sein. „Wir sind hier Marktführer, aber es macht nur einen Teil unseres Umsatzes aus“, erklärte Meschkat.

Heute ist aus dem einstigen Metzgerbetrieb längst eine Unternehmensgruppe geworden, der neben der Fleischveredlung auch Firmen aus den Bereichen Feinkost, Tiernahrung und Groß- und Außenhandel angehören. 2005 wurde die Namensänderung in „heristo aktiengesellschaft“ vollzogen.

In der Fleischveredelungssparte von heristo, zu der neben Stockmeyer auch das polnische Tochterunternehmen Balcerzak i Spolka gehört, ist die Herstellung von SB-verpackter Wurst für den nationalen und internationalen Discount und Lebensmitteleinzelhandel noch immer das Kerngeschäft.

Im Rahmen der größten Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte entstand in Füchtorf im vergangenen Jahr eine hochmoderne Produktion für schimmelgereifte Salami. Der Bereich Rohwurst, insbesondere die Salami-Produkte, entwickelt sich ausgezeichnet. Mit den schimmel-gereiften Produkten gelang es Stockmeyer, in einem ganz neuen Marktsegment Fuß zu fassen und bereits sehr gute Zuwachsraten zu verzeichnen. „Wir investieren pro Jahr rund sechs Millionen Euro“, berichtete Geschäftsführer Dr. Karl Horst Gehlen.

43 000 Tonnen Fertigwaren werden im Jahr produziert, und dabei ein Umsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt. Ein Erfolg, der nicht von ungefähr kommt. „Wir beschäftigen uns intensiv mit der Herkunft unserer Tiere und kaufen Schweinefleisch hauptsächlich in der Region“, versicherte Karl Horst Gehlen.

In Füchtorf arbeiten rund 650 Mitarbeiter, zum Teil sind sie schon viele Jahre dabei. Eines der Erfolgsgeheimnisse des Unternehmens, das sich trotz seiner Größe noch als Familienbetrieb sieht. Stockmeyer bildet in sechs Berufen aus und hat derzeit 31 Auszubildende, die alle nach der Lehre für mindestens ein Jahr übernommen werden. Für die Zukunft ist Stockmeyer gerüstet. „Wir wollen die Lebensmittel produzieren, die die Leute haben wollen und dürfen uns nicht die Wurst vom Teller ziehen lassen.“

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