Mitgliederversammlung der CDU
CDU verärgert über Aussagen der FDP

Sassenberg -

Eigentlich hätte Rüdiger Völler allen Grund zur Freude gehabt. Schließlich wurde der Vorsitzende der CDU am Donnerstagabend im Rahmen der Mitgliederversammlung einstimmig in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls einstimmig bestätigte man seinen Stellvertreter Dirk Schöne, die Schriftführerin Karin Hutsteiner sowie deren Stellvertreter Werner Berheide.

Freitag, 14.02.2014, 16:02 Uhr

Auch Freddy Holz , Vorsitzender der Jungen Union, hatte vielversprechende Zahlen zur Entwicklung des politischen Nachwuchses präsentiert. Demnach habe man seit der Neugründung der JU im September des vergangenen Jahres bereits fast die anvisierte Zahl von 50 Mitgliedern erreicht. „Eine Entwicklung, wie wir sie gerade bei der Jungen Union haben, ist ja auch prägend für die Zukunft der CDU . Das ist einfach phänomenal“, lobte Völler . Zwei der insgesamt acht Beisitzer sind zudem Mitglieder der JU.

Doch Völler stießen einige Aussagen der politischen Mitbewerber sauer auf. Besonders die Bemerkungen des FDP-Vorsitzenden Johannes Philipper, die dieser im Rahmen der FDP-Versammlung im Januar getätigt hatte, ärgerten ihn. So warf Völler dem Liberalen vor, sich mit falschen Federn zu schmücken und Erfolge wie etwa die Realisierung der Kunstrasenplätze fälschlicherweise für sich allein zu proklamieren. Auch dessen Aussagen, die die Ortsunion als rein männliche Partei darstellten und demgegenüber die FDP als Partei für die Jugend umschrieben, seien unangebracht. Ähnlich äußerte sich auch Holz. „Wir sind die größte Jugendorganisation vor Ort und wollen das auch bleiben. Viele der Neumitglieder sind übrigens Frauen.“

In Völlers Rückschau auf die Arbeit in der abgelaufenen Legislaturperiode verteidigte der Vorsitzende die CDU-Position in der lange geführten Debatte um das Einkaufszentrum. „Durch unser Bürgerforum und unsere Forderung, die Bebauung auf dem Grundstück auf 2500 Quadratmeter zu begrenzen, wurde die Gesamtverkaufsfläche um knapp 40 Prozent reduziert. Eine Folge unseres Handelns ist, dass der Kreisverkehr durch den Investor finanziert und gebaut wird. Beim ersten Konzept sollte die Stadt bezahlen. Ich weiß nicht, ob allen klar ist, was der Bau eines Kreisverkehrs kostet. Das ist eine Sache der CDU gewesen – nicht der FDP oder FWG und schon gar nicht der Grünen.“

Dabei habe die Zusammenarbeit mit den Liberalen auch durchaus Früchte getragen – so bei der ins Leben gerufenen Tourismus-AG.

Bürgermeister Josef Uphoff wohnte ebenfalls der Versammlung bei und sprach über die Herausforderungen der Zukunft. Uphoff rief alle politisch Aktiven zu mehr Transparenz und Ehrlichkeit auf. Man bewege sich stets innerhalb eines gewissen finanziellen Korsetts. Ein Beispiel hierfür seien die Diskussionen um das Freibad. Dieses müsse jährlich mit 150 000 bis 200 000 Euro von der Stadt bezuschusst werden, eine Renovierung würde rund 1,8 Millionen Euro kosten. Dem stünden jährliche Einnahmen von 50 000 bis 70 000 Euro gegenüber. In der Wirtschaft gelte der Ansatz, defizitäre Einrichtungen zu schließen. „Aber so einfach ist es nicht. Das Freibad trägt auch zur Attraktivität der Stadt bei. Ich sage nicht, dass wir es nicht renovieren sollten. Aber wir sollten sehr transparent machen, wie es um unser Freibad steht. Die Meinung der Bürgerschaft wäre mir daher sehr wichtig.“

Uphoff unterstrich seine Ambitionen auf eine dritte Amtszeit und versprach, weiterhin mit den Politikern jeglicher Couleur vertrauensvoll zusammenarbeiten zu wollen.

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