Betriebspraktikum der Realschüler
„Mir gefällt das richtig gut“

Sassenberg -

Noch haben die 85 Schüler des neunten Jahrgangs der Realschule ein wenig Zeit bei der Auswahl des für sie richtigen Berufs. Gewisse Vorstellungen dürften die meisten von ihnen bereits haben. Doch ist die angedachte Ausbildung wirklich die richtige Entscheidung? Die Realschule gibt ihnen hierbei eine wichtige Hilfestellung. Im Rahmen eines dreiwöchigen Praktikums, welches am Freitag endete, bekamen die Schüler die Möglichkeit, genau dieser Frage nachzugehen.

Samstag, 22.02.2014, 09:02 Uhr

„Die Schüler haben sich selbst um einen Praktikumsplatz bemüht und konnten dabei ganz nach ihren Interessen wählen“, erläutert die stellvertretende Schulleiterin Beate Witte . Im Vorfeld hatte die Schule zu einem Informationsabend eingeladen, um sowohl die Schüler, als auch deren Eltern über die Möglichkeiten, aber auch den genauen Ablauf zu informieren. „Ziel des Praktikums ist die Orientierung in der Arbeitswelt. Dabei sollen die Schüler die Arbeits- und Berufswelt kennenlernen und mit der Wirklichkeit der Arbeit vertraut werden.“

Seit einigen Jahren besteht eine Kooperation mit der Firma Scheffer Krantechnik. Dort fanden gleich fünf Schüler eine Praktikumsstelle. Dabei werden die Einsatzorte kombiniert: auch jene Praktikanten, die sich beispielsweise für den Beruf des technischen Zeichners interessieren, werden zeitweise in der Produktion in den benachbarten Hallen eingesetzt. Für Betriebsleiter Bernd Scheffer eine Selbstverständlichkeit. „Es ist wichtig, beide Bereiche kennenzulernen. So machen wir aus einem Praktikum quasi zwei. Es schadet sicherlich nicht, sich auch den handwerklichen Teil des Betriebs angesehen zu haben.“

Dieser Eindruck bestätigte sich auch im Gespräch mit den Praktikanten, die ihre ersten eigenen Erfahrungen sammelten. „Das Handwerkliche fällt mir ein wenig schwer, weil es körperlich schon anstrengend ist. Aber die Arbeit im Büro gefällt mir richtig gut“, sagt etwa Andreas Neufeld. Ähnlich umschreibt auch Leon Frense seine Eindrücke. „Ich persönlich mag die Arbeit im Büro lieber.“

Friedrich Sudhoff dagegen schnupperte in den Beruf des Metallbauers hinein und ist angetan. „Mir gefällt das richtig gut und möchte deshalb später in diesem Bereich arbeiten.“ Auch Michael Gelbling haben die Eindrücke überzeugt und in seiner Meinung bestätigt. „Ich wollte auf jeden Fall etwas handwerkliches machen.“

Bei BauschLinnemann erhielten drei Praktikanten die Möglichkeit, im kaufmännischen Bereich erste Erfahrungen zu sammeln. In den drei Wochen bei dem Unternehmen, dass unter anderem Kantenstreifen, Flächenfolien, dekorative Drucke sowie Melaminimprägnate auf Basis von Spezialpapieren produziert, gewann auch Nicole Gartlib vielseitige Einblicke in die Buchhaltung. So half sie bei den Jahresabschlussarbeiten und der Saldenbestätigung. Wie auch bei der Ausbildung zur Industriekauffrau üblich, lernte sie verschiedene Abteilungen und Kollegen kennen. Für Birgitta Voges (Personalabteilung BauschLinnemann) liegen die Vorteile eines solchen Praktikums auf der Hand. So lernen die Praktikanten auch die Unterschiede zwischen dem schulischen und beruflichen Alltag kennen. Im Gegensatz zum Schulunterricht, der immer wieder von Pausen unterbrochen wird, sei die Arbeitswelt anders strukturiert, konzentriertes Arbeiten über längere Zeiträume erforderlich. „Es ist im Vergleich zur Schule sicherlich eine Umstellung.“ Doch auch daran gewöhnte sich Nicole Gartlib relativ schnell, so dass ihr persönliches Fazit positiv ausfiel. „Mir gefällt diese Arbeit und ich kann mir daher auch gut vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2247034?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F2592725%2F2592729%2F
Nachrichten-Ticker