Schützenfest in Gröblingen
Weiß bringt Vogel zweimal zur Strecke

Gröblingen -

Ein stimmungsvolles Schützenfest feierte St. Hubertus Gröblingen-Velsen am Wochenende. Am Ende setzte sich Martin Weiß an der Vogelstange durch und holte sich den Titel. Allerdings musste er Nacharbeiten: Nach dem ersten vermeintlichen Königsschuss zeigte sich, dass doch noch ein Teil des Vogels in luftiger Höhe zurückgeblieben war.

Montag, 22.06.2015, 06:06 Uhr

Brudermeister Twehues bedankte sich bei den Helfern.
Brudermeister Twehues bedankte sich bei den Helfern. Foto: Christopher Irmler

Martin Weiß ist neuer Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Hubertus Gröblingen-Velsen. Gegen 15.21 Uhr brandete am Samstagnachmittag erstmals großer Jubel auf, als sich der hölzerne Vogel von der Verankerung des Schießstands löste und zu Boden fiel. Doch damit war die Entscheidung noch nicht gefallen. Ein kleines Holzstück war noch immer in luftiger Höhe mit der Stange verbunden. Also setzte Weiß ein weiteres Mal an und sorgte mit dem 235. Schuss endgültig für die Entscheidung. Bis zum Schluss hatte er sich ein enges Duell mit seinen beiden Kontrahenten Heinz-Josef Micke und Heino Pelster geliefert.

Martin Weiß ist somit König des 52. Schützenfests und tat es seiner Frau Martha gleich, der bereits im Jahr 2006 der entscheidende Schuss gelungen war.

Die Insignien sicherten sich in diesem Jahr Brudermeister Stefan Twehues , der bereits mit dem zweiten Schuss die Krone schoss, Jörg Johanterwage (29. Schuss, Apfel) und Martin Rüschenschulte (49. Schuss, Zepter).

Mit dem gemeinsamen Antreten hatten die Schützen ihr Fest eingeläutet. „Es ist mal wieder soweit: In Gröblingen knallen die Gewehre“, freute sich Brudermeister Twehues. In seiner Begrüßung gratulierte er Präses Peter Lenfers zum 25-jährigen Priesterjubiläum. „Danke, dass du für uns da bist. Wir wünschen dir und uns noch eine lange gemeinsame Zeit.“

In diesem Jahr habe man allen Grund, an so manches weitere Jubiläum zu erinnern. Vor 50 Jahren wurde die neue Schützenfahne geweiht, vor 30 Jahren feierte man erstmals auf dem heutigen Schützenplatz. Vor ziemlich genau 20 Jahren weihte man die Schützenhalle ein. Auch die Erfolge der Damengarde, die beim Kreisehrengardentreffen die Wanderstandarte erringen konnte, begeisterten Twehues. „Nach wenigen Jahren spielt ihr schon in der obersten Liga mit“, betonte der Brudermeister.

Für die Stadt Warendorf sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser. Sie nahm Bezug auf das Motto der Bruderschaft „Glaube, Sitte, Heimat“. „Dies sind Werte, die in der heutigen Zeit eine immer größere Bedeutung bekommen.“ Da die Bauerschaften Gröblingen und Velsen teilweise zur Stadt Warendorf, teilweise zur Stadt Sassenberg gehören, falle einem solchen Fest eine besondere Rolle zu. „Sie haben sich schon immer als verbindendes Glied zwischen Sassenberg und Warendorf gesehen. Dieses Fest führt alle gesellschaftlichen Schichten zusammen. Wer in der Welt zu Hause sein will, muss auch einen Platz haben, wo er daheim ist.“

Der Bürgerschützenverein Sassenberg nahm erneut mit einer Abordnung am Schützenfest der Nachbarn teil. „Es ist eine lange und verdammt schöne Tradition“, betonte Präsident Franz-Josef Ostlinning.

Die Rede bei der Kranzniederlegung hielt Alwin Wiggering. Er ermahnte besonders die jüngeren Menschen, die Grauen der Weltkriege nicht zu vergessen. Die Freiheit in Gedanken und Worten sei ein unverzichtbares Gut.

 

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