Manfred Ermel ist Spezialist
Maßgeschneiderte Freizeitmobile

Sassenberg -

Manfred Ermel Freizeitmobile ist ein Familienunternehmen im wahrsten Sinne des Wortes: Hier arbeiten der Chef und seine Frau Regina. Hin und wieder hilft der Sohn, der Schwager oder der Bruder.

Samstag, 08.08.2015, 08:08 Uhr

Manfred Ermel hat in seiner Caravan-Werkstatt internationale Kundschaft.
Manfred Ermel hat in seiner Caravan-Werkstatt internationale Kundschaft. Foto: von Brevern

Und dennoch streckt das kleine, 1999 gegründete Unternehmen von hier seine Fühler aus bis in entfernte Ecken Deutschlands, Europas und gelegentlich der Welt: Denn Manfred Ermel ist Spezialist. Er repariert, wartet und baut Freizeitmobile ganz nach Wunsch. Ehe sich der gut gelaunte Caravan-Bauer selbstständig gemacht hat, war er bei LMC in Sassenberg, besonders aber bei Westfalia in Wiedenbrück beschäftigt. Er hat an maßgeblicher Stelle geholfen Reisemobilreihen wie Sven Hedin oder Big Nugget aus der Taufe zu heben.

Das kleine Unternehmen residiert in einer aufgeräumten Werkstatt im vorderen Teil des ehrwürdigen Gebrasa-Gebäudes, direkt neben dem Wollmarkt. Am Eingang stimmt ein beigefarbenen Volkswagen T5 mit aufgestelltem Campingdach, ein wahrer Campingklassiker aus dem Jahr 1979, auf das ein, was hier im Mittelpunkt steht: Die Lust am individuellen Reisen. In der Mitte der Werkstatt steht einer der aktuellen Patienten: ein edles, silbergraues Westfalia-Mobil, das dem Kennzeichen nach aus Frankreich eingefahren ist. Es fehlt das Dach.

„Das Fahrzeug hat einen Schaden am Popup-Dach“, erklärt Manfred Ermel. „Den kann nicht jeder reparieren.“ Dass der Fahrzeugbesitzer extra aus Frankreich zu ihm kommt, ist für den Caravan-Bauer dabei gar nicht so ungewöhnlich. Über Mund-zu- Mund-Propaganda in der Camping-Szene, Internetforen, oder durch den Kundendienst des Fahrzeugherstellers Westfalia finden Kunden auch von weither den Weg in die Schlossstraße.

„Wer sich mit den Fahrzeugen identifiziert, der ist klar im Vorteil“, verrät Ermel sein Erfolgsrezept als Unternehmer. Und das tut der 55-Jährige ganz offensichtlich. Er kennt sich nicht nur mit Westfalias Produktpalette in Breite und Tiefe aus, seine Frau und er sind auch selbst Camper mit Leidenschaft und teilen dadurch mit ihren Kunden die Wellenlänge.

Und die kommen mit immer neuen Problemen. Spezielle Ersatzteile, wie zum Beispiel eine Duschtasse für ein bestimmtes Reisemobil, sind beim Hersteller nicht mehr zu bekommen. Ermel fertigt sie nach und verschickt sie, notfalls auch bis nach Amerika. Immer wieder sind kleinere Umbauten nachgefragt, die geplant und realisiert werden wollen.

Mindestens alle ein bis zwei Jahre ist dann auch ein kompletter Fahrzeugumbau dran. „Das brauche ich einfach für die Kreativität“, lacht der Chef. Einen ganz speziellen Umbauauftrag solcher Art gab es vor einigen Jahren. Da hat Ermel ein Expeditionsfahrzeug gefertigt, das um die halbe Welt unterwegs war. Im zugehörigen Anhänger transportierte der Auftraggeber zwei Ponys, mit denen er die Welt umreiten wollte.

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