Potenzialanalyse für Achtklässler
Experten für sich selbst

Sassenberg / Warendorf -

Die eigenen Stärken besser kennen lernen – und den Beruf dann ganz darauf ausrichten: Das ermöglicht die so genannte „Potenzialanalyse“, an der jetzt die fünf achten Klassen der Sekundarschule teilnahmen. Dazu stand ein Lern-Tag in der Deula in Warendorf auf dem Programm.

Mittwoch, 07.10.2015, 06:10 Uhr

Aufgabe gelöst: Eine haltbare Brücke nur aus Papier bauten Marlon, Leon, Jonas, Marius und Dennis.
Aufgabe gelöst: Eine haltbare Brücke nur aus Papier bauten Marlon, Leon, Jonas, Marius und Dennis. Foto: Waßmann

Kurz vor den Herbstferien gab es für die fünf achten Klassen an Sekundarschule noch einmal einen ganz besonderen Lern-Tag. Für sie stand unter dem etwas sperrigen Begriff „ Potenzialanalyse “ ein spannender Tag in der Deula in Warendorf auf dem Stundenplan. Die Potenzialanalyse führten dort Mitarbeiter des Münsteraner Instituts für Bildungskoordination (IfBk) mit den Jungen und Mädchen durch.

„Die Schüler sollen ihre eigenen Potenzial-Experten werden“, unterstreicht Deula-Bildungsberaterin Karin Kirchner und freut sich über die gute Zusammenarbeit mit IfBk. Deren Mitarbeiterin Marion Kottmann erläuterte, was die Schüler dort erwartet. Sechs Potenziale nehmen die Teamer in den Blick: Kommunikations- und Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein, Motivation und strukturiertes Handeln. Dabei, so Berufswahlkoordinator Jürgen Schürenkamp , sei es besonders wichtig, dass sich die Schüler ihrer Stärken bewusst werden. Das käme im normalen Unterrichtsalltag leider oft zu kurz.

So gab es denn in der Deula einen „Berufsinteressentest“ und eine größere Rechercheaufgabe zu Berufen. Besonders gut kamen bei den Schülern aber die Teamaufgaben an. So musste nur mit Papier eine Brücke gebaut werden, die so tragbar sein sollte, dass ein Matchbox-Auto drauf fahren kann, und bei einem XXL-Freiluft-Memory waren Schnelligkeit und Aufmerksamkeit gefordert.

Nach den Herbstferien stehen dann die Reflexions-Gespräche an. Dazu, so Schürenkamp, sind auch die Eltern eingeladen. Denn die Schule wolle auf dem Weg zur richtigen Berufswahl alle mit ins Boot holen. Die Eltern seien dabei sehr wichtig. In diesem Zusammenhang lobte Schürenkamp auch die Sassenberger Betriebe, die sich bereit erklärten Praktikanten zu nehmen und diese entsprechend betreuten.

Das Projekt „Potenzialanalyse“ wird vor den Osterferien mit einem dreitägigen Werkstattpraktikum in der Deula fortgesetzt. Darauf freut sich auch Rudolf Horstmann, der die Schüler dann mit seinem Team betreut. Es sei schön zu sehen, wie die Jungen und Mädchen in der Praxis oft feststellten, dass sie etwas können und fertig bekommen. „Da gibt es nicht nur strahlende Gesichter wenn die Jungen dann auch mal einen großen Schlepper fahren dürfen“, weiß der stellvertretende Deula-Schulleiter.

So gestärkt und informiert können die Schüler sich dann einen Praktikumsplatz suchen, der ihnen nicht nur Spaß macht, sondern ihren eigenen Potenzialen besonders entspricht. Auf dem Weg dahin soll die Potenzialanalyse einen Anschub geben, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für die eigenen Zukunft in Schule und Beruf zu übernehmen.

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