Sekundarschüler bauen 13-Bahnen-Anlage
Minigolf gegen Schulstress

Sassenberg -

Lange haben die Betonbahnen hinter der Mensa der Sekundarschule auf diesen Tag gewartet. Bereits 2011, noch zu Zeiten der Hauptschule, wurde die Idee für eine Minigolfanlage an der Schule geboren. Nach fünf Jahren Bau- und Planungszeit wurde das Schülerprojekt Minigolfanlage nun in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben.

Mittwoch, 05.10.2016, 09:10 Uhr

Dank an die unermüdlichen praktischen Helfer (v.l.): Schulleiter Stephanus Stritzke, August Budde, Lehrer Jürgen Schürenkamp, Werner Ruhe und Bürgermeister Josef Uphoff.
Dank an die unermüdlichen praktischen Helfer (v.l.): Schulleiter Stephanus Stritzke, August Budde, Lehrer Jürgen Schürenkamp, Werner Ruhe und Bürgermeister Josef Uphoff. Foto: von Brevern

„Was haben der Berliner Flughafen und unsere Minigolfanlage gemeinsam?“, spöttelte der verantwortliche didaktische Leiter Jürgen Schürenkamp etwas selbstironisch. Anders als der Flughafen, ist die Minigolfanlage allerdings nun doch fertig. Damit sei „ein Projekt mit ganz, ganz hohem Anspruch“ gelungen, betonte Schürenkamp. Planung und Ausführung lagen überwiegend in der Hand der Schüler.

Schulleiter Stephanus Stritzke dankte besonders den bewährten Seniorhelfern August Budde , Werner Ruhe und Bernhard Kahle dafür, dass sie den Schülern bei der Konstruktion der Bahnen und der Hindernisse tatkräftig zur Seite gestanden hätten. Ihre Bereitschaft, auch weiter an Projekten der Schule mitzuarbeiten, zeige, „dass das Gute von Haupt- und Realschule in die neue Schulform hinüberwächst“.

Die Sekundarschule sei die einzige Schule mit eigener Minigolfanlage im Ort, schmunzelte Bürgermeister Josef Uphoff, und erinnerte daran, dass die lange Bauzeit durchaus auch pädagogischen Wert habe. Er freue sich, dass es Rat und Schule gemeinsam immer wieder gelinge, das Schulleben attraktiver zu machen.

Die Betonbahnen wurden bereits 2012 gegossen. Im vergangenen Schuljahr nahm das Projekt in verschiedenen Wahlpflichtkursen wieder so viel Fahrt auf, dass einige Schüler sogar in den Ferien weiterbauten, erzählte Schürenkamp. Selbst die Gestaltung der Hindernisse haben die rund 70 beteiligten Schüler der Klassenstufen sieben bis neun selbst bewerkstelligt. Die entstehenden Kosten wurden von Förderverein, Stadt und Schülerfirma gemeinsam gestemmt.

Der Schulhof mit der Minigolfanlage soll künftig der eher ruhigen Entspannung dienen. Pflege und Verwaltung der Anlage wird ebenfalls in Schülerhand liegen. Die Ehrengäste zeigten sich bei einer ersten Proberunde mit den Bahnen sehr zufrieden.

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