Sekundarschüler absolvieren Praktika
Spannende Eindrücke von der Arbeitswelt

Sassenberg -

Es sind spannende Eindrücke, die die Neuntklässler der Sekundarschule derzeit sammeln können. Im Rahmen ihres dreiwöchigen Betriebspraktikums knüpfen sie Kontakte zu heimischen Unternehmen, lernen die Arbeitswelt näher kennen und konkretisieren so ihre Vorstellungen für die Zeit nach der Schule.

Donnerstag, 06.04.2017, 10:04 Uhr

Bei der Firma Stahlbau Hülsmann sammelt Leo Grabinski spannende Eindrücke. Matjas Bogatin, Edith Baumjohann und Werkstattleiter Ralf Möllenbeck lobten den Einsatz des Praktikanten.
Bei der Firma Stahlbau Hülsmann sammelt Leo Grabinski spannende Eindrücke. Matjas Bogatin, Edith Baumjohann und Werkstattleiter Ralf Möllenbeck lobten den Einsatz des Praktikanten. Foto: Christopher Irmler

Stephanie Lübbers , Lehrerin und Berufswahlkoordinatorin an der Sekundarschule , freut sich über das breit gefächerte Angebot. „Es gibt eine große Bandbreite bei den Praktikumsplätzen. Sie sind so vielfältig, wie unsere Schülerschaft.“ Das Praktikum bringe die Schüler weiter – auch in der persönlichen Entwicklung. Lübbers und ihre Kollegin Laura Denter loben in diesem Zusammenhang auch das große Engagement der Betriebe. Diese gewährten authentische Einblicke und ermöglichten es den Neuntklässlern, abwechslungsreichen Aufgaben nachzugehen. Kein einziger der 122 Schüler habe um einen vorzeitigen Abbruch des Betriebspraktikums gebeten; auch die Betriebe seien mit der Kooperation sehr zufrieden, wie das Duo unisono bestätigt. Mindestens zehn Schüler erhielten bereits Ausbildungsangebote. Auch die Sekundarschule bleibt am Ball und stattet den Praktikanten in den Betrieben Besuche ab.

Vor Ort sucht man das Gespräch mit den möglichen zukünftigen Arbeitgebern der Schüler. Bei der Firma Stahlbau Hülsmann etwa fühlt sich Leo Grabinski in seinem Element. Sein Vater, so berichtet er, arbeite selbst in der Metallbranche und empfahl ihm daher, selbst mal diesen Bereich kennenzulernen. „Ich habe vielfältige Einblicke bekommen und kann mir gut vorstellen, das in Zukunft zu machen.“ Ein kleinerer Unfall – ein Fingerbruch beim Stanzen – habe diese Euphorie keineswegs gebremst – im Gegenteil. Vielleicht könne das Praktikum ja noch verlängert werden. In „seiner“ Firma sieht man das ähnlich. Man sei sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen des Praktikanten, betont Edith Baumjohann. Es könne eine klassische win-win-Situation werden: Jeder, der im eigenen Betrieb ausgebildet werde, kenne die Arbeitsabläufe und Strukturen und helfe dem Unternehmen sofort weiter.

Bei Schuhmoden Kattenbaum lernt Adriana Schoon die Abläufe kennen. Auch sie bereut die Wahl nicht. „Man macht nicht jeden Tag das Gleiche, es kommt immer wieder etwas Neues“, sagt sie mit Blick auf ihre Tätigkeiten im Ladenlokal. Auch ihre Chefin Sandra Stakenkötter ist voll des Lobes, die ihrer Praktikantin bescheinigt, sehr fleißig, engagiert und interessiert zu sein.

Die gemachten Erfahrungen helfen nicht nur den Neuntklässlern weiter. Sie arbeiten ihre Eindrücke auf und präsentieren den Schülern des achten Jahrgangs ihre jeweiligen Betriebe. Für die „Jüngeren“ kann dies eine wertvolle Hilfe bei der Suche nach dem künftigen Praktikumsplatz sein. Und auch die „Älteren“ dürften ihre Präsentation gewissenhaft vorbereiten. Schließlich fließt sie in Kombination mit der Praktikumsmappe als dritte Klassenarbeit in die Benotung ein.

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