Jahreshauptversammlung des KCK Sassenberg
„Stocki“ lässt sich nicht erweichen

Sassenberg -

Selbst Narren müssen sich dem deutschen Vereinsrecht beugen. Sie müssen Hauptversammlungen abhalten, Kassenberichte anhören und Wahlen durchführen. Aber der Karnevalsclub Sassenberg KCK wäre nicht der KCK, wenn er dabei nicht auch jede Menge Spaß hätte. Das stellte die Generalversammlung am Freitagabend im Sportlerheim unter Beweis.

Montag, 15.05.2017, 06:05 Uhr

Kleine Pause mit Prinzenpaar für alle Ausgezeichneten: (vorne, von links) Lea Fischer, Alina Möllers, Prinzessin Karin I., Karina Lackamp, Julia Feidieker und (hinten von links) Christiane Brenne, Gitte Strotmann, Anja Wiens, KCK-Präsident Ulrich Krewerth, Heribert Timmer sowie Prinz Schucki I., Karsten Schuckenberg.
Kleine Pause mit Prinzenpaar für alle Ausgezeichneten: (vorne, von links) Lea Fischer, Alina Möllers, Prinzessin Karin I., Karina Lackamp, Julia Feidieker und (hinten von links) Christiane Brenne, Gitte Strotmann, Anja Wiens, KCK-Präsident Ulrich Krewerth, Heribert Timmer sowie Prinz Schucki I., Karsten Schuckenberg. Foto: Ulrike von Brevern

Sogar mit einer Kampfabstimmung konnten die Karnevalisten dienen. Dabei ging es „nur“ um das Amt des Kassenprüfers. Ex-Prinz „Katti“ Thomas Kattenbaum setzte sich durch und kommentierte seine Wahl mit „Ich bin total happy, ich freu mich!“ Beim Vorstand änderte sich wenig. Fast alle zu wählenden Positionen wurden bestätigt. Nur Schatzmeisterin Sarah Dreger stellte sich als Aktivensprecherin nicht wieder zur Wahl. Ihr folgt Karina Lackamp.

Trotz allen guten Zuredens wollte sich Ex-Tollität „Stocki“ nicht erweichen lassen, trotz toller Leistungen, offiziell zum Hofsänger gewählt zu werden. Er bekleidet den Posten weiter als Interimsbesetzung, seit Christiane Brenne dafür nicht mehr zur Verfügung steht.

Für unerwartet aufflammendes Gelächter sorgte immer mal wieder die Bilderrückschau von Jörg Poppe, die auf der Leinwand im Hintergrund durchlief. Gespickt mit Anspielungen präsentierte KCK-Präsident Ulrich Krewerth seinen eigenen temporeichen Rückblick. Sein besonderer Dank galt den helfenden Händen im Hintergrund, ausdrücklich auch bei der Stadt.

Neun Narren wurden vom Präsidenten persönlich ausgezeichnet und verabschiedet. Heribert Timmer hatte die Ex-Tollitäten vier Jahre lang geführt und neu aufgestellt. Aus der Garde verlassen „in der Summe über 68 Jahre Erfahrung“ die Tanzreihen. Julia Feidieker, in den vergangenen zwei Jahren „drill instructor“, Karina Lackamp, Alina Möllers und Lea Fischer waren schon seit ihrer Zeit als Sternchen dabei.

„Es ist schon sehr viel Schönes dabei“, gehörte bei Gardetanz-Trainerin Anja Wiens zur Standardkritik. Nach 14 Jahren macht sie den Platz ebenso frei wie Gitte Strotmann, die rund 15 Jahre lang die Chronik führte. Christiane Brenne und Anne Lietmann schließlich wurden für ihre Verdienste um den „SchüKa“ geehrt.

Der Kassenbericht wies zwar ein Plus im oberen vierstelligen Bereich aus, das reicht allerdings bei weitem nicht für ein Projekt, über das Vizepräsidentin Carmen Wennemar berichtete. Die Beschaffung neuer Gardekostüme über Standardlieferanten sei nicht nur teuer, sondern scheitere derzeit noch an der Stoffqualität. Präsident Krewerth rief dazu auf, ungenutzte Komitee-Jacken abzugeben, da im neuen Vereinsheim ein Fundus aufgebaut werden soll.

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