Landestrend setzt sich in Sassenberg fort
Wechsel mit Hoffnungen verbunden

Sassenberg/Füchtorf -

Der Landestrend setzte sich auch in Sassenberg durch. Gewinne für CDU und FDP, Verluste für SPD und Grüne.

Sonntag, 14.05.2017, 21:05 Uhr

Die Wahlhelfer Andreas Kumpmann und Gudrun Brinkmann mit Hauptamtsleiter Martin Kniesel, der seine Stimme abgab.
Die Wahlhelfer Andreas Kumpmann und Gudrun Brinkmann mit Hauptamtsleiter Martin Kniesel, der seine Stimme abgab. Foto: Christopher Irmler

Entsprechend zufrieden war Johannes Philipper ( FDP ), denn am Abend deutete alles auf eine schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf hin. „Im Landesverband hatte ich mir sogar etwas mehr erhofft, aber mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein. Schön wäre es, wenn es zum Machtwechsel kommen würde“, sagte Philipper im Rathaus. Mit 11,1 Prozent legte die FDP in der Hesselstadt 4,2 Prozent im Vergleich zur letzten Landtagswahl zu.

Die CDU ist schon traditionell in Sassenberg die stärkste Partei, legte aber bei 45,3 Prozent im Vergleich zur letzten Wahl um 5,7 Prozent zu. Das Ergebnis auf Landesebene hatte auch Bürgermeister Josef Uphoff in dieser Deutlichkeit nicht erwartet. „Das ist ein überraschendes Ergebnis für mich. Mit dem Regierungswechsel sind viele Hoffnungen verbunden. Bei allen Dingen, die im Wahlkampf Themen waren, hoffen wir, dass es zu positiven Entscheidungen kommt“, meinte Uphoff.

Die SPD musste auch in Sassenberg Einbußen in Höhe von 5,9 Prozent hinnehmen und fiel auf 27,0 Prozent zurück. Leidensgenosse sind die Grünen, die wie im Landestrend deutlich verloren und nur noch bei 4,5 Prozent liegen. Die Piraten, die bei der letzten Wahl noch 7,0 Prozent hatten, fielen mit 0,7 Prozent in die Bedeutungslosigkeit zurück. Die AfD landete in Sassenberg mit 5,4 Prozent klar unter dem Landesergebnis. Alle sonstigen Parteien spielten keine Rolle. Gewohnt hoch war wieder die Briefwahlbeteiligung mit 1233 abgegeben Stimmen bei 10 615 Wahlberechtigten. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung in Sassenberg und Füchtorf bei 65,5 Prozent und damit im Landesdurchschnitt.

In sieben Wahlbezirken waren die Bürger aufgerufen, zwischen acht und 18 Uhr ihre Stimmen zur Landtagswahl abzugeben. Rund 70 Wahlhelfer gewährleisteten den Ablauf. Zudem kümmerten sich einige von ihnen um die Auszählung der Briefwahl. In der Kita Pusteblume etwa prüften Gudrun Brinkmann, Andreas Kumpmann und Philipp Röhl, wer in besagtem Wahlbezirk registriert und damit zur Stimmabgabe berechtigt war. Ab 13 Uhr wurden sie von vier anderen Wahlhelfern abgelöst; die Auszählung nach Schließung des Wahllokals übernahmen dann alle sieben gemeinsam.

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