Lepra- und Missionsstrickkreis spendet für Aktion Kleiner Prinz
„Die Sachen sind fantastisch“

Füchtorf -

Klaus Chmiel war begeistert. „Die Sachen sind fantastisch.“ Der stellvertretende Vorsitzende der Kinderhilfsorganisation Kleiner Prinz freute sich über die großzügige Spende des Füchtorfer Lepra- und Missionsstrickkreises.

Dienstag, 22.08.2017, 16:08 Uhr

Spendenübergabe (v. l.): Maria Pundsack, Birgit Fabich, Klaus Chmiel, Elfriede Triphan, Hildegard Gosewehr und Hedwig Pohlschmidt.
Spendenübergabe (v. l.): Maria Pundsack, Birgit Fabich, Klaus Chmiel, Elfriede Triphan, Hildegard Gosewehr und Hedwig Pohlschmidt. Foto: Ulrich Lieber

„Wir haben sonst immer für Kaliningrad gestrickt, aber die Hilfstransporte mussten ja aufgegeben werden“, erklärte Birgit Fabich . Also haben die Frauen überlegt, für wen sie künftig ihre tollen Handarbeiten herstellen und kamen auf die Aktion Kleiner Prinz aus Warendorf. „Es geht uns darum, dass wir jemanden kennen, der das übernimmt“, sagte Fabich.

Auf dem Tisch im Füchtorfer Pfarrheim türmten sich am Montagnachmittag die gestrickten Sachen. Rund 60 Pullover, Mützen, Socken, Schals von Schwester Vera, Decken und mehr hatten die Frauen seit Januar gestrickt. Die Übergabe erfolgte nun genau passend, denn bereits am Donnerstag, 24. August, startet wieder ein Hilfstransport, diesmal nach Satumare in Rumänien. Dort werden ein Kinderheim mit Straßenkinder, ein Waisenhaus und ein Behindertenheim beliefert. „Vor allem den Kindern der Sinti und Roma geht es schlecht, die bekommen zuerst Sachen“, erklärte Chmiel , der selbst schon vor Ort war und von den dortigen Verhältnissen sehr betroffen ist. „Kinder laufen dort bei Minusgraden mit Schläppchen rum und das in einem EU-Land.“

Dass die selbst gestrickten Sachen bei den Kindern gut ankommen, davon ist Chmiel überzeugt. Gerade für den Winter sei das hervorragend und helfe den Kindern sehr. Die Aktion Kleiner Prinz organisiere jedes Jahr zwischen zehn und 16 Hilfstransporte mit 40-Tonnern. Ziele sind Bosnien-Herzegowina und Rumänien. Darum freue man sich über jede Spende und werde auch schon von einigen Strickkreisen versorgt. „Wir sind sehr froh über diesen neuen Kontakt.“

Birgit Fabich dankte allen fleißigen Strickerinnen und erwähnte besonders Resi Oelkers aus Bad Iburg und Maria Spiering, die beide zwar nicht im Strickkreis arbeiten, aber zu Hause die Nadeln fleißig klappern lassen.

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