SAP-Spezialisten von technotrans schulen Mitarbeiter in China
In einer anderen Welt

Sassenberg/Taicang -

Es war für die Beteiligten anstrengend, aber letztlich vor allem ein echtes Erlebnis. Sieben Mitarbeiter des Unternehmens technotrans machten sich unter der Führung von Projektleiter Peter Spieker in der ersten Julihälfte auf den Weg nach China, um in der Stadt Taicang Mitarbeiter der dortigen Niederlassung im Umgang mit der Bürosoftware SAP zu schulen.

Samstag, 26.08.2017, 13:08 Uhr

Deutsches Essen in China (v. l.): Sascha Krebs, Andreas Stankewitz, Ralf Zelleröhr, Ralph Aerdker, Holger Klocke, Theresa Oertker, Renate Thiel und Mario Morwinsky wurden von den Chinesen eingeladen.
Deutsches Essen in China (v. l.): Sascha Krebs, Andreas Stankewitz, Ralf Zelleröhr, Ralph Aerdker, Holger Klocke, Theresa Oertker, Renate Thiel und Mario Morwinsky wurden von den Chinesen eingeladen. Foto: privat

„Unser Team bestand aus Key-Usern, die auf SAP spezialisiert sind, sich in ihren jeweiligen Abteilungen sehr gut mit der Software auskennen und das Programm fachlich betreuen“, erklärte Theresa Oertker , die zwar kein Key-User ist, aber Ralph Aerdker bei den Mitarbeiterschulungen für den größten Bereich Service unterstützte.

Die Schulung fand auf Englisch und Deutsch statt. „Es können sehr viele gut Deutsch“, staunte die Füchtorferin Theresa Oertker. Und wenn gar nichts mehr ging, dann wurde über Zeigen und Probieren erklärt. Die Chinesen erwiesen sich dabei ausgesprochen clever und setzten das Gelernte sehr schnell um. „Die waren sehr schlau und gut ausgebildet“, lobten die deutschen Kollegen. „Sie geben am Bildschirm die normalen Buchstaben ein und bekommen Vorschläge, welche chinesischen Zeichen es sein könnten“, war Ralf Zelleröhr verblüfft. „Wir haben alles geschult und das im normalen Arbeitsalltag. Es war Training on the Job.“

Jeder der sieben technotrans-Mitarbeiter hatte seine Leute, die er schulen musste. „Ich war hauptsächlich für zwei junge Kolleginnen zuständig, beide Mitte 20“, sagt Theresa Oertker. Überhaupt sei es ein recht junges Team gewesen, das zudem sehr nett war und die deutschen Gäste sehr herzlich aufnahm. „Interessant war es, dass sich einige chinesische Kollegen für das Arbeitsleben und die Kommunikation mit Kunden europäische Vornamen geben. So hießen die Kollegen dann für uns etwa Rheinhardt, Lisa und Jenny anstatt Lijun, Wen und Haiyu“, schmunzelt Theresa Oertker.

Doch nicht nur die ungewöhnliche berufliche Aufgabe war spannend, sondern auch das Land selbst. „Das war eine tolle Gelegenheit. Wann bekommt man das sonst geboten“, sagt Ralf Zelleröhr. Nach elf Stunden Flug sei man in einer anderen Welt. „Superheiß und schwül, ein chaotischer Verkehr und plötzlich kann man nichts mehr lesen.“

Für die deutschen Kollegen war es ein echter „Kulturschock. Besonders überrascht waren alle darüber, dass sie als Europäer in der Großstadt so aufgefallen sind. Taicang hat immerhin 780 000 Einwohner und liegt nur eine Stunde von Shanghai entfernt. „Wir waren an den beiden Sonntagen in Shanghai. Da denkt man, dass in einer solchen Metropole Ausländer nicht auffallen. Aber wir wurden überall fotografiert und bestaunt. Damit rechnet man nicht“.

Vor allem der Straßenverkehr beeindruckte. Vier Spuren für Autos und dazu noch zwei Spuren für Motorräder. Die Motorräder sind immer voll beladen und zum Teil mit bis zu fünf Personen besetzt. „Beeindruckend fand ich, dass alle Zweiräder elektrisch fahren. Es gibt keine Motorräder mit Verbrennungsmotor, selbst alte Motorroller sind umgerüstet“, erzählt Ralf Zelleröhr.

Natürlich war auch das Essen ein Thema und so manche Mahlzeit war gewöhnungsbedürftig. „Du musst zum Teil mutig sein, um es zu essen“, sagt die Füchtorferin. So werde die Ente samt Entenkopf serviert, oder es gibt Frosch in der Suppe. „Ich habe das probiert, aber es schmeckt dann nach Suppe“, sagt Zelleröhr. Zudem waren die Fleischtheken im Supermarkt nicht sonderlich hygienisch, denn das Fleisch und auch lebende Frösche und Schlangen konnten von jedem angefasst werden. Gut, dass es auch europäische Ketten und deutsches Essen gab, das die Chinesen selber gerne essen und zu dem Sie an einem Mittag einluden.

Neben der vielen Arbeit, es wurde sechs Tage die Woche zwischen zehn und elf Stunden geschult, bleiben somit die vielen neuen Eindrücke in Erinnerung. „Ein Highlight war die Rooftop-Bar mit einem Blick über Shanghai bei Nacht“. Aber es gab neben den Hochhäusern auch die Slums, in denen die Menschen in Armut leben.

Letztlich waren alle Beteiligten begeistert und Theresa Oertker und Ralf Zelleröhr ziehen auch im Namen der anderen Teammitglieder ein positives Fazit: „Die Reise hat sich gelohnt, sowohl aus Firmensicht, denn die Schulungen waren erfolgreich, als auch als Erlebnis.“ Mit den Chinesen sei man seitdem per Telefon, Email und TeamViewer in Kontakt und gebe online noch den einen oder anderen Tipp.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5100883?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
Stadtverwaltung muss nachsitzen
196,83 zusätzliche Stellen hat die Verwaltung für 2019 von der Politik gefordert. 
Nachrichten-Ticker