Hildegard und Josef Schlingmann feiern Diamantene Hochzeit
Auf der Kirmes fing alles an

Füchtorf -

Für Josef und Hildegard Schlingmann ist heute ein ganz besonderer Tag, denn vor 60 Jahren haben sich die Eheleute das Ja-Wort gegeben. Zusammen mit der Familie, Freunden und Nachbarn wird heute in einer Messe mit anschließendem Fest die Diamantene Hochzeit gefeiert.

Samstag, 26.08.2017, 06:08 Uhr

Diamantene Hochzeit feiern heute Hildegard und Josef Schlingmann.
Diamantene Hochzeit feiern heute Hildegard und Josef Schlingmann. Foto: Theresa Oertker

Bereits am Montag feierte das Ehepaar das eigentliche Jubiläum bei einem ausgedehnten Frühstück mit der Familie, heute freut es sich auf eine große Feier anlässlich seiner Diamantenen Hochzeit. Sechs glückliche Jahrzehnte liegen hinter den Füchtorfern, die sich 1952 auf der Kirmes im Dorfkern kennenlernten. „An dem Tag hatte ein großer Bauer bessere Chancen als ich“, erinnerte sich Josef , heute 88 Jahre alt, der jedoch ganz nach dem Motto „Kirmesbruut is an annern dag weer ut“ nicht aufgab und Hildegards Herz ein knappes Jahr später auf einem Richtfest für sich gewann. „Das Fahrrad in der einen Hand, das Mädchen im anderen Arm“, erinnert sich der Jubilar gerne an den Abend, als er seine Hildegard, geborene Krimp­hoff, das erste Mal nach Hause brachte. Mit dem Motorrad fuhren die frisch Verliebten nach Tecklenburg oder Bad Salzuflen, trafen sich auf dem Sportplatz oder heimlich nach der Sonntagsmesse. Einer tollen Verlobungsfeier folgte 1957 die Hochzeit mit einem Fest bei Hiltermann. „Wir hatten vier Kutschen und zwei Autos zu unserer Hochzeit, das war damals was besonderes“.

Josef Schlingmann hatte 1943 eine Lehre zum Tischer begonnen und nach der Meisterprüfung den elterlichen Betrieb übernommen, Hildegard erlernte nach der Schule ein Jahr lang Hauswirtschaft, um anschließend auf dem elterlichen Bauernhof zu unterstützen. Nach der Hochzeit blieb nur Zeit für kurze Flittertage an der Mosel, denn zu Hause wartete mit der Tischlerei, Kühen und Schweinen viel Arbeitet auf beide. Es folgten die Kinder Walter, Hildegard und Gisela, die den Jubilaren je zwei Enkelkinder schenkten. Neben späteren, tollen Reisen etwa nach Australien oder Mexiko, liebte das Paar schon immer die Musik. Schon mit 15 Jahren erlernte Josef das Ziehharmonika spielen, wenig später folgte Akkordeon. Bis heute spielt er auf Feiern jeglicher Art, viele Jahre an der Seite seines Freundes Waldemar Woinkoff. Zudem war er 20 Jahre als Tambourmajor im Spielmannszug aktiv, vor 10 Jahren wurde der Juxchor gegründet, in dem beide aktiv mitgesungen haben. „Noch heute singen wir gerne zusammen für andere Leute, etwa im Altenheim oder auf Feiern“.

Langweilig wird beiden im Alter nicht, Josef schreibt liebend gerne Bücher über die Erinnerungen seines Lebens, die er drucken lässt und an seine Enkel verschenkt oder schreinert kleine Schmuckkästchen und hölzerne Bücher. Hildegard, heute 83 Jahre alt, liest gerne und genießt das schöne Zuhause. „Meine Frau war nie lange nachtragend und war immer die erste, die sich versöhnen wollte“, schwärmt der Jubilar. „Wir wünschen uns, dass wir noch lange zusammen bleiben können und vor allem sind wir dankbar, dass unsere Kinder und Enkelkinder alle gesund sind“, ist sich das Paar einig.

Das heutige Fest mit rund 70 Gästen beginnt um 10 Uhr mit einer feierlichen Messe, die der Neffe des Paares, Hans-Bernd Serries, Domprobst aus Billerbeck, halten wird. Auf die anschließende Feier bei Artkamp-Möllers freut sich das Jubelpaar gemeinsam mit der Familie, Freunden und den Nachbarn, die die Haustür auf der Ravensberger Straße mit einem wunderschönen Kranz geschmückt haben.

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