Orgelkonzert in der Sassenberger Pfarrkirche
Ungewohnte Klänge

Sassenberg -

Orgelmusik ist die große Passion von Christoph Hintermüller. Folge­richtig entschied er sich im Oktober 2013 für ein Kirchenmusikstudium an der Musikhochschule Mainz.

Dienstag, 17.10.2017, 13:10 Uhr

Christoph Hintermüller entlockte der Eule-Orgel ganz neue Töne. Das „junge Talent“ spielte unter anderem moderne Filmmusik aus Hollywood-Kassenschlagern.
Christoph Hintermüller entlockte der Eule-Orgel ganz neue Töne. Das „junge Talent“ spielte unter anderem moderne Filmmusik aus Hollywood-Kassenschlagern. Foto: Christopher Irmer

Doch Hintermüller blickte auch über den sprichwörtlichen Tellerrand hinaus. Während eines Auslandssemesters im kalifornischen Los Angeles gewann der Musiker spannende Eindrücke. Auch davon beeinflusst und inspiriert ging er auf Tour; von seinem Erfolg zeugen Konzerte in den USA, Großbritannien, Norwegen, Spanien und dem deutschsprachigen Raum.

Am Sonntagabend gastierte Hintermüller in Sassenberg. In der katholischen Pfarrkirche traf Klassik auf die Moderne, so der Titel seines Konzerts; moderne Filmmusik ergänzte hierzulande weniger bekannte anglo-amerikanische Orgelmusik. Pfarrer Andreas Rösner freute sich, „ein junges Talent“ begrüßen zu dürfen. „Es ist ein ganz spannendes Unternehmen heute Abend, auch einmal ganz andere Töne auf unserer Eule-Orgel zu hören.“

Und tatsächlich: Wo sonst traditionelle Kirchen- und Orgelmusik erklingt, spielte der Gast aus Rheinhessen unter anderem moderne Filmmusik aus Hollywood-Kassenschlagern. Ein Blick auf Hintermüllers Spiel zeigt einen weiteren sehr modernen Zugang auf: Statt auf klassische Notenblätter greift er lieber auf ein modernes Ipad zurück.

Neben anglo-amerikanischer Orgelmusik wie Daniel Berghouts „Glorious things of thee are spoken“ bereicherten Hintermüller mit eigenen Arrangements von „Indiana Jones“, „Star Wars“ oder dem „Fluch der Karibik“ diesen Konzertabend. So erklangen für diesen Konzertraum tatsächlich mitunter eher ungewöhnliche Töne.

Doch auch besondere Variationen der Hymnen Großbritanniens und der Vereinigten Staaten gehörten zum breiten Repertoire des Orgelmusikers, der zudem als Chorleiter in Mainz seine musikalische Passion unter Beweis stellt.

Ein wenig umstellen mussten sich die rund 40 Konzertbesucher: Während es hierzulande üblich ist, Orgelkonzerte nicht zu moderieren, brachte ihnen Hintermüller amerikanische Gepflogenheiten näher. „Da ist ein wenig aus Amerika bei mir hängengeblieben.“ So übernahm der Musiker besagte Moderation zwischen den Stücken selbst und lieferte zugleich interessante Hintergrundinformationen zu den modernen Werken.

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