Herbstversammlung der Schützen
Schießordnung kommt

Füchtorf -

Benötigt der auf stolze 890 Mitglieder gewachsene Bürgerschützenverein eine Schießordnung für den Höhepunkt des alljährlichen Schützenfests, das Königsschießen? Diese grundsätzliche Frage stellte Olaf Elverkämper den Mitgliedern im Rahmen der Herbstversammlung.

Freitag, 03.11.2017, 11:11 Uhr

Dankeschön mir Urkunde:  Präsident Wilfried Holtkämper (l.) verabschiedete die langjährigen Beisitzer Heinrich Westbrink und Helmut Kemner (r.).
Dankeschön mir Urkunde:  Präsident Wilfried Holtkämper (l.) verabschiedete die langjährigen Beisitzer Heinrich Westbrink und Helmut Kemner (r.). Foto: Christopher Irmler

Bisher reichte den Aspiranten eigentlich ein Ehrenkodex. So soll beispielsweise vermieden werden, dass vier Kontrahenten lange um die Königswürde ringen, den hölzernen Vogel „lockerschießen“, nur damit sich im letzten Moment ein fünfter Schütze einreihen und den entscheidenden Schuss abgeben kann. Augenscheinlich käme dieses Verhalten bei den Schützen nicht sonderlich gut an, verhindern ließe sich ein solches Szenario bisher nicht.

Doch beim diesjährigen Schützenfest, bei dem die Entscheidung erst nach vielen Stunden mit dem 725. Schuss gefallen war, kam es offenbar zu Diskussionen. Präsident Wilfried Holtkämper nahm ausdrücklich den Schießwart in Schutz, der sich am Rande des Wettstreits so manchen unflätigen Kommentar habe anhören müssen. Die Versammlung votierte nach kurzer Diskussion mit deutlicher Mehrheit für die Ausarbeitung einer Schießordnung durch den Vorstand, die im Rahmen der Frühjahrsversammlung am 11. Mai präsentiert werden soll. Über deren tatsächliche Einführung dürfen die Mitglieder dann erneut abstimmen.

Nach vielen Jahren werden die beiden Beisitzer Helmut Kemner und Heinrich Westbrink dann nur noch als ordentliche Mitglieder an der Versammlung teilnehmen. Westbrink hatte dem Vorstand seit 21 Jahren angehört, Kemner hatte das Amt seit 2001 inne. Mit dem Ausscheiden des Duos verbanden die Verantwortlichen den Wunsch, jüngere Schützen an die Vorstandsarbeit heranzuführen und einen langsamen Generationenwechsel einzuläuten. Die Versammlung unterstützte dieses Ansinnen und stimmte einstimmig für Max Kemner und Nikolas Tarner. Wie Elverkämper betonte, freue man sich weiterhin über das Interesse junger Schützen, die sich auch ohne Amt stärker einbringen wollten.

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