Ärger über Telekom
Kein Anschluss unter dieser Nummer

Sassenberg -

Mit dem Sturm wurde die Leitung stumm: Am 29. Oktober kappten herabstürzende Äste die Telefonleitung von Rolf Dahlhoff. Was den Tischlermeister ärgert: Trotz anders lautender Versprechen von Seiten der Telekom funktioniert sein Telefonabschluss noch immer nicht.

Samstag, 11.11.2017, 06:11 Uhr

Noch immer liegen die losen Enden der von herabstürzenden Ästen gekappten Telefonleitung im Graben – auch wenn die Telekom Rolf Dahlhoff schon mehrfach versichert hat, dass das Problem behoben sei.
Noch immer liegen die losen Enden der von herabstürzenden Ästen gekappten Telefonleitung im Graben – auch wenn die Telekom Rolf Dahlhoff schon mehrfach versichert hat, dass das Problem behoben sei. Foto: Ines-Bianca Hartmeyer

Just in diesem Moment kündigt ein flotter Pfeifton eine Nachricht auf dem Handy an: „Sind Sie mit unserem Service zufrieden?“, fragt die Deutsche Telekom .

Darauf hat Rolf Dahlhoff derzeit nur eine Antwort: „Nein!“ Denn seit fast zwei Wochen hat der Tischlermeister keinen funktionierenden Festnetzanschluss mehr. Alle Anrufe, die unter fünf Durchwahlen in seinem Betrieb im Poggenbrook eingehen, muss er auf sein Mobiltelefon umleiten – oder sie laufen ins Leere.

„Auslöser war der Sturm am 29. Oktober“, erinnert sich Dahlhoff noch gut an den Sonntagmorgen. Herabstürzende Äste hatten die Oberlandleitung zu seinem Grundstück gekappt. Nicht nur er, sondern auch die Feuerwehrkräfte, die die Straße räumten, leiteten den Schaden sofort weiter. Doch der nötige Bautrupp ließ auf sich warten. „Wir hatten die unglückliche Kombination, dass die Sturmschäden auf zwei Feiertage in Folge trafen“, hat Dahlhoff durchaus Verständnis für gewisse Verzögerungen.

Nicht jedoch für das Kommunikations-Chaos, das seine Anfragen in der Folge nach sich zogen: „Insgesamt sechs Stunden“, so schätzt der Sassenberger, habe er bereits am Telefon verbracht, sich mit den unterschiedlichsten Stellen verbinden lassen, mitunter mehr als eine Stunde lang in der Warteschleife gehangen. „Bevor das Netz wieder funktionierte, wollte man mir sogar einen teureren Nachfolgevertrag verkaufen“, ärgert sich Dahlhoff. Endgültig platzte ihm der Kragen, als er die Benachrichtigung erhielt, dass der Schaden behoben sei – obwohl die losen Kabelenden immer noch im Graben lagen. „Das ist inzwischen geschäftsschädigend“, wählt der Inhaber von Dahlhoff Türen – Küchen – Innenausbau klare Worte.

Bei der Telekom kann man seinen Unmut verstehen. Allerdings verweist Sprecher Philipp Kornstädt auf die „gewaltigen Sturmkräfte“. Oft sei es eben nicht damit getan, dass „einfach am nächsten Tag ein Techniktrupp von uns anrückt“. Eine Grundvoraussetzung sei, dass die grundlegenden Aufräumarbeiten abgeschlossen sein müssten – und das liege mitunter in der Verantwortung der zuständigen Gemeinde. Parallel dazu gebe es bei „verheerenden Unwettern“ wie „Xavier“ natürlich „auch bei uns personelle Engpässe, die sich nicht immer unmittelbar lösen lassen. Deshalb gehen wir bei der Beseitigung solch‘ großflächiger Schäden nach bestimmten Prioritätsmerkmalen wie Einwohnerzahl oder wichtige Öffentliche Einrichtungen vor.“

Im konkreten Fall leitete er das Anliegen Dahlhoffs noch einmal mit Nachdruck weiter. Der Sassenberger hofft, dass es etwas bringt: „Ich möchte einfach wieder normal erreichbar sein.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5279714?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
Nachrichten-Ticker