Kriege verhindern – Frieden wahren
Kriege verhindern – Frieden wahren

Sassenberg/Füchtorf -

„Nie wieder Krieg“ war in den 1980er-Jahren ein gängiger Slogan. Die Angst vor dem Kalten Krieg groß. 2017 scheinen Krieg und Bedrohung weit weg. Damit sie nicht in Vergessenheit geraten, engagieren sich Zehntklässler der Sekundarschule. In der Kriegsgräberfürsorge.

Freitag, 17.11.2017, 05:11 Uhr

Engagiert: Die Stufe 10 der Sekundarschule Sassenberg sammelt für Kriegsopfer – zum Volkstrauertag. Das unterstützen auch der Amtsleiter Hauptamt, Martin Kniesel (l.), Sportlehrer Alexander Otte (2.v.r.), SV-Lehrerin Corinna Aust (r.), Bürgermeister Josef Uphoff (4.v.r.) und SV-Lehrer Daniel Voß (nicht im Bild).
Engagiert: Die Stufe 10 der Sekundarschule Sassenberg sammelt für Kriegsopfer – zum Volkstrauertag. Das unterstützen auch der Amtsleiter Hauptamt, Martin Kniesel (l.), Sportlehrer Alexander Otte (2.v.r.), SV-Lehrerin Corinna Aust (r.), Bürgermeister Josef Uphoff (4.v.r.) und SV-Lehrer Daniel Voß (nicht im Bild). Foto: Peter Sauer

Am besten klappern sie mit (Spenden-)Geld drin: Die hellblau beklebten Büchsen sollen Hoffnung machen – auf eine Welt ohne Kriege. Und sie sollen erinnern an die (zu) vielen Opfer vergangener Kriege. Die traditionelle Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge bekommt Unterstützung durch die Stufe 10 der Sekundarschule Sassenberg.

Bis zum 30. November gehen die Schüler sammeln, erbitten eine Spende für die Friedens- und Versöhnungsarbeit des Volksbund. Der betreut im Auftrag der Bundesregierung die deutschen Kriegsgräber im Ausland.

Der Volksbund ist weltweit der einzige Verein, der diese originär staatliche Aufgabe weitgehend aus Beiträgen und Spenden erfüllt. Ein Ende dieser Arbeit ist für den Volksbund vor allem in den Ländern Osteuropas nicht abzusehen.

Für Schülersprecher Julian Manegold ist der Einsatz wichtig, „gerade weil unsere Generation so weit weg ist von Krieg und Bedrohung“. Daher sei es umso wichtiger aus der „furchtbaren Zeit“ mit all ihren Gräueltaten zu lernen und das Bewusstsein wach zu halten.

In guter Tradition. „Wir führen mit der Spendensammlung das fort, was Realschule und Hauptschule begonnen haben“, sagt der 15-Jährige.

Die Friedensarbeit sei den Schülern sehr wichtig, teilweise auch geprägt von den Erlebnissen ihrer Großeltern. „Wir wollen mit unserer Sammel-Aktion an die Schrecken des Krieges erinnern und für mehr Frieden werben“, erläutert Manegold.

Martin Kniesel, Amtsleiter vom Hauptamt der Stadt, unterstützt das Anliegen der Schüler: „Es gibt noch so viele Kriege und Unruhen auf der Welt.“ Die seien vielfach gar nicht in unserem Bewusstsein, „weil wir in Deutschland seit über 70 Jahren Frieden haben“.

Bürgermeister Josef Uphoff findet das große Engagement der Sekundarschüler „klasse“ und hofft, dass viele Sassenberger und Füchtorfer spenden, wenn die sammelnden Schüler vor ihren Türen stehen. Er bedankt sich auch dafür, dass einige Sekundarschüler mit eigenen Wortbeiträgen die Veranstaltungen zum Volkstrauertag, 19. November, persönlich begleiten.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5292454?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
Nachrichten-Ticker