Füchtorfer Landwirte müssen noch warten
Glasfaser im Außenbereich

Füchtorf -

Die Breitbandversorgung in den Außenbereichen Füchtorfs war einmal mehr ein Thema im Füchtorfer Ortsausschuss.

Dienstag, 21.11.2017, 11:11 Uhr

Die Glasfaser ist für den künftigen Datenverkehr die optimale und vor allem zukunftssichere Lösung.
Die Glasfaser ist für den künftigen Datenverkehr die optimale und vor allem zukunftssichere Lösung. Foto: dpa

Matthias Pries ( CDU ) brachte das Beispiel Ostbevern ins Spiel. In der dortigen Bauerschaft Brock haben sich die Landwirte zusammengetan und mit Hilfe der Firma Muenet 17 Kilometer Leerrohre verlegt, um 40 Hofstellen mit Anschlüssen für Glasfaser zu versorgen. Knapp 35 freiwillige Helfer beteiligten sich mit Schleppern und Eigenleistung an der Verlegung. Nun muss nur noch die Glasfaser eingeblasen und in den Häusern verkabelt werden. Das soll laut Aussage der Firma Muenet bis zum Jahresende erfolgen. Zuvor waren die Landwirte gefragt worden, wie groß das Interesse sei und das lag nahezu bei 100 Prozent. Allerdings müssen sie sich auch finanziell beteiligen und da werden 1400 Euro Baukostenzuschuss für einen aktiven Anschluss im Außenbereich verlangt, dazu kommen noch 600 Euro Buddelkosten, von denen in Ostbevern 250 Euro von der Gemeinde als Zuschuss übernommen werden.

Bürgermeister Josef Uphoff zeigte vollstes Verständnis für die Wünsche der Landwirte, schlug aber vor, erstmal die Ausschreibung des Kreises abzuwarten. „Danach ist erst klar, wer es überhaupt macht“, sagte Uphoff. Zudem gebe es eine 90-prozentige Förderung für die Breitbandentwicklung im ländlichen Raum und die sollte man auf jeden Fall mitnehmen. „Man kann dann auch alle Außenstellen anschreiben, um die dortige Nachfrage zu klären.“

Ludger Heseker (FWG) ging es vor allem um die „letzte Meile“, die ja dann immer noch aus Kupfer sei. „Vielleicht können wir dieses letzte Stück doch in Glasfaser bekommen.“ Mit der entsprechenden Eigenleistung müsste dies doch möglich sein.

Der Zeitrahmen für den Breitbandausbau ist klar gesteckt. Bis Ende 2019 soll eigentlich jeder Außenbereich versorgt sein, aber ob das so klappt ist fraglich, da die Ausschreibung noch nicht abgeschlossen ist.

„Füchtorf hat jetzt 50 MBit über die RWE. Das ist im Moment gut, aber für wie lange? Was gibt die Technik für die Zukunft her?“, fragte Franz-Josef Linnemann (FWG). Er wollte wissen, wie viele Füchtorfer sich wirklich für diesen Anschluss entschieden haben und ihn tatsächlich nutzen.

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