Mühle wird für 438 000 Euro saniert
Glandorfer Wahrzeichen wird saniert

Glandorf -

Die Glandorfer Mühle wird saniert. Für rund 438 000 Euro soll das Wahrzeichen wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Donnerstag, 04.01.2018, 16:01 Uhr

Die Glandorfer Mühle soll im Frühsommer wieder im alten Glanz erstrahlen. Seit einem Jahr laufen die Sanierungsarbeiten, im Oktober ging es auch an den Außenputz.
Die Glandorfer Mühle soll im Frühsommer wieder im alten Glanz erstrahlen. Seit einem Jahr laufen die Sanierungsarbeiten, im Oktober ging es auch an den Außenputz. Foto: Jörn Martens/NOZ

Schindeln oder keine Schindeln? Das war eine Frage, die sich viele Glandorfer stellten. Am Ende entschied sich der Verwaltungsausschuss einstimmig gegen eine „Verschindelung“, wie das Verfahren augenzwinkernd genannt wurde. Und jetzt? Kann das Glandorfer Wahrzeichen eigentlich nur noch schöner werden. Doch einmal ganz von vorne. Los ging es im Dezember 2016: Sachverständiger Christoph Probst hinterließ einen erschrockenen Bau- und Planungsausschuss. Seine Botschaft: Das Glandorfer Wahrzeichen sei ein Aquarium mit Faulpilzen und Holzwürmern. Seine Mahnung: Die Mühle muss saniert werden, und zwar von Grund auf – ansonsten hätte der kleine Ort im hintersten Zipfel des Landkreises die längste Zeit ein Wahrzeichen gehabt.

Damit war die Sache klar: Fraktionsübergreifend und mit Hilfe des Windmühlenvereins wurde die Sanierung der Windmühle in die Wege geleitet, Fördergelder gesammelt und Gemeindemittel bereitgestellt. Derzeitige Schätzungen für die Gesamtkosten: 438 000 Euro.

Die Frage war allerdings: Wie soll vermieden werden, dass die Mühle wieder zum Aquarium verkommt? Der Experte riet zu Schindeln. Dies sorgte bei vielen Glandorfern allerdings für Bauchschmerzen: Denn auch weiße Schindeln würde das Aussehen des Wahrzeichens letztlich stark verändern. So sah es schließlich auch die Untere Denkmalschutzbehörde. Als klar wurde, dass die Maßnahme kaum finanzielle Vorteile bringen würde, war die Sache entschieden: Das Glandorfer Wahrzeichen wird verputzt und regelmäßig instand gehalten – ein Belüftungssystem soll für trockene Wände sorgen.

Mit den konkreten Arbeiten ging es schon im Februar los, als der Windmühlenverein die Flügel der Mühle abnahm. Nachdem die Schindel-Frage geklärt war, begann im Spätsommer die eigentliche Arbeit: Dabei zeigte sich, wie feucht die Wände waren. Als Arbeiter den Putz von innen abklopften, waren die Wände nicht nur spürbar feucht – aus einem Hohlraum kam ihnen plötzlich sogar ein Schwall Wasser entgegen. Dann wurden die Wände trockengelegt, Ungeziefer beseitigt. Im Dezember war auch der Putz von außen ab. Ganz nackt stand die Mühle da – und konnte nur noch schöner werden – im Frühsommer des kommenden Jahres soll alles fertig sein.

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