Jugendzentrum in Füchtorf renoviert
Kinder übernehmen Neugestaltung

Füchtorf -

Im Füchtorfer Jugendzentrum haben Kinder und Jugendliche in Eigenregie einen Gemeinschaftsraum renoviert und neu gestaltet.

Montag, 12.02.2018, 11:02 Uhr

Heller und freundlicher ist der frisch renovierte Jugendraum im Keller der Grundschule. Weiße Farbe, bunte Handabdrücke und neue Möbel sorgen für ein neues Raumgefühl.
Heller und freundlicher ist der frisch renovierte Jugendraum im Keller der Grundschule. Weiße Farbe, bunte Handabdrücke und neue Möbel sorgen für ein neues Raumgefühl. Foto: Ulrich Lieber

Hochkonzentriert setzt Felice (7) die Schere an. Er will das Band durchschneiden und den frisch renovierten Raum des Jugendzentrums in Füchtorf feierlich eröffnen. „Das geht aber schwer“, klagt er, doch dann gibt das Band nach, und die Gäste strömen in den hellen Raum. Hier übernimmt Felice auch gleich die Moderation. „Herzlich Willkommen. Wir freuen uns, Euch zu sehen. Wir möchten zusammen anstoßen. Prost!“

Felice erklärt, was in den vergangenen zwei Monaten so alles geschehen ist, um den Raum zu verwandeln. „Wir haben mit weißer Farbe die Wände gestrichen und dann Handabdrücke mit Farbe gemacht.“ Ein paar Flächen wurden extra freigelassen, damit sich Bernadette Edelbusch, Hauptamtsleiter Martin Kniesel und Hausmeister Thomas Kohkemper mit ihren Abdrücken verewigen konnten. Das Angebot nahmen die drei mit viel Freude wahr.

„Wir haben den Boden geschrubbt, auf Knien und Händen“, erinnert sich Felice an die nicht ganz so angenehmen Arbeiten. Zuvor mussten natürlich die alten Möbel raus. Neue Möbel gab es geschenkt, und sie wurden mit einem Bulli und einem Anhänger gebracht und von den Kindern selbst nach unten in den Keller der Grundschule geschleppt, denn dort befinden sich die Jugendräume. „Es war viel Arbeit“, sagt Felice.

Geleitet wurde das Projekt von Lidia Dick , die sich in der praxisintegrierten Ausbildung (PIA) zur Erzieherin befindet. „Die Kinder haben entschieden, was sie machen. Das haben sie toll hinbekommen“, freut sich Lidia Dick, die diese Arbeit im Füchtorfer Jugendzentrum natürlich mit einem pädagogischen Hintergrund angegangen ist. „Es ging darum, dass Absprachen und Termine eingehalten werden. Ganz normale Dinge, die Erwachsene tun.“ Vor allem Kommunikation, Kooperation, Entscheidungsfähigkeit und Organisation waren gefragt, und das wurde gut umgesetzt. „Die Kinder mussten selbst nach Lösungswegen suchen. Wir haben den Kindern alles selbst überlassen, damit sie es fürs spätere Leben lernen.“ Ihre Ausbilderin Bernadette Edelbusch machte sich selbst vor Ort ein Bild der erfolgreichen Arbeit.

Der Erfolg gibt Lidia Dick recht, denn der Raum erstrahlt in hellem und freundlichem Ambiente. „Die Wände waren vorher aus dunklem Holz“, sagt Kniesel, der ebenfalls begeistert ist. „Der Raum ist super geworden“, strahlt Lidia Dick. Ein großes Dankeschön ging an Hausmeister Thomas Kohkemper, der die Kinder und Jugendlichen immer mit Rat und Tat unterstützte. Dafür gab es vom gesamten Team ein Blumenpräsent für sein neues Haus.

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