Native Speaker in der Sekundarschule
Aus-Zeit mit Muttersprachlern

Sassenberg -

Im Treppenhaus der Sekundarschule wird plötzlich Englisch gesprochen. Nicht von Lehrern, nicht von Gästen, sondern von ganz normalen Zehntklässlern auf dem Weg zur Klasse. Offenkundig hat die derzeitig laufende, erste Englisch-Intensiv-Woche für die Abschlussschüler ins Schwarze getroffen.

Freitag, 27.04.2018, 05:04 Uhr

Viel Spaß haben die „Native Speaker“ aus aller Welt in dieser Woche mit ihren Schülern an der Sekundarschule.
Viel Spaß haben die „Native Speaker“ aus aller Welt in dieser Woche mit ihren Schülern an der Sekundarschule. Foto: Ulrike von Brevern

Acht sogenannte „Native Speaker“, also Muttersprachler, hat die Schule unter Federführung von Englischlehrerin Petra Kahle organisiert, um die Jugendlichen bei ihrer Vorbereitung auf die zentrale Abschlussprüfung zu unterstützen. Nichts anderes als Englisch steht täglich von der ersten bis zur sechsten Stunde eine ganze Woche lang auf dem Programm. „Das Gute ist, die Native Speaker sprechen ja tatsächlich keine andere Sprache“, sagt Lehrerin Corinna Aust.

Die Muttersprachler sind nicht unbedingt Lehrer, haben aber eine pädagogisch-didaktische Ausbildung erhalten. Sie sind jung, teilweise ein bisschen verrückt und kommen aus ganz verschiedenen englischsprachigen Regionen mit ganz unterschiedlichem Akzenten. So kommt Viktoria aus New York, Jorden und Jessica aus Australien, Frank aus England und Emma aus Irland. Landeskunde und Kultur gehören zu den Themen die sie vermitteln, vor allem aber geht es um Sprechen und Verstehen, denn auch das Hörverständnis gehört zu den Prüfungsinhalten der Abschlussprüfung dazu.

Die Schüler sind begeistert. „Das macht richtig Spaß“, strahlt Michelle Möser. Aber auch die Gäste haben Lob für ihre Schüler: „Lebendig und kreativ“ seien sie, meint Frank. Viktoria ist von den Kenntnissen beeindruckt: „viel informierter und mit mehr Wissen über die Welt“ ausgestattet seien sie als die Kinder zu Hause. Die Australier verblüffen Disziplin und Zielorientierung. In ihrer Heimat seien Jugendliche „wilder“.

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