Keine Fahrradstraße in der Hesselstraße
Konzept für die Stadt entwickeln

Sassenberg -

Obwohl alle Fraktionen dem Antrag der Grünen auf Einrichtung einer Fahrradstraße in der Hesselstraße einen gewissen Charme nicht abstreiten können, wird es wohl zu keiner Realisierung kommt. Das Straßenverkehrsamt sieht nämlich keine Notwendigkeit und hat bereits erste Untersuchungen durchgeführt.

Samstag, 28.04.2018, 06:04 Uhr

Die Hesselstraße eignet sich laut Untersuchung des Straßenverkehrsamtes nicht für die Einrichtung einer Fahrradstraße, da der Anteil der Zweiräder nur sechs Prozent des Verkehrs ausmacht.
Die Hesselstraße eignet sich laut Untersuchung des Straßenverkehrsamtes nicht für die Einrichtung einer Fahrradstraße, da der Anteil der Zweiräder nur sechs Prozent des Verkehrs ausmacht. Foto: Ulrich Lieber

Bürgermeister Josef Uphoff verlas die Stellungnahme des Straßenverkehrsamtes im Infrastrukturausschuss.

Seit Januar 2015 hat es demnach dort keinen Unfall mit Personenschaden gegeben, und eine verdeckte Messung hat ergeben, dass der Anteil der Zweiräder auf der Hesselstraße nur bei sechs Prozent liegt. Über 24 Stunden wurden 3982 Fahrzeuge gezählt, davon waren nur 233 Zweiräder. Auch die Geschwindigkeitsmessungen seien unauffällig, denn die meisten würden mit angepasstem Tempo fahren. 186 Fahrzeuge wurden mit einer Geschwindigkeit von über 60 km/h gemessen. Aufgrund dieser Daten hält das Straßenverkehrsamt eine Änderung nicht für notwendig.

Martin Arenhövel (CDU) begrüßte die Diskussion. „Aber wenn es ohnehin abgelehnt wird, macht es keinen Sinn, einen Antrag zu stellen. Ich bin für Variante C. Beim integrierten Handlungskonzept sollen Wolters und Partner ein Konzept vorstellen, was wir für den Radverkehr machen können.“ Dieser Vorschlag kam fraktionsübergreifend sehr gut an. „Auf der Hesselstraße ist es wohl nicht notwendig, aber ich die finde den Vorschlag von Herrn Arenhövel sehr gut“, stimmte Peter Holz (FWG) zu. Michael Franke (SPD) gab auch zu Bedenken, dass ein Wechsel der Regeln für die Radfahrer nur für ein kurzes Stück auch zu Irritationen führen könne. „Ich stimme auch der Variante C zu.“ Johannes Philipper sah auch keinen Sinn darin, den Antrag aufrecht zu erhalten und wollte der Veraltung den unnötigen Arbeitsaufwand ersparen. „Wir haben uns gefragt, wo ist eine Fahrradstraße überhaupt möglich. Wir sollten allgemein überlegen, wie wir den Radverkehr attraktiver gestalten können.“ Georg Hartmann-Niemerg (Grüne) ließ sich überzeugen: „Ich bin auch für Variante C. Im integrierten Handlungskonzept sollten der neue Aldi und dass dann sicher neue Verkehrsaufkommen berücksichtigt werden.“

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