Umspannanlage in Füchtorf wird modernisiert
Investition in die Versorgung

Füchtorf -

Die Füchtorfer Umspannanlage an der Ravensberger Straße ist in die Jahre gekommen. Gebäude und Technik stammen zum Teil noch aus dem Ende der 60er Jahre, und so ist es nun an der Zeit, die Anlage zu modernisieren.

Donnerstag, 12.07.2018, 13:00 Uhr

Präsentieren vor der alten Umspannanlage die Pläne für die Modernisierung (v l.): Trainee Maria Kemker, Thomas Wiedemann, Bürgermeister Josef Uphoff, Innogy-Berater Manfred Rickhoff und Projektleiter Egbert Petermann.
Präsentieren vor der alten Umspannanlage die Pläne für die Modernisierung (v l.): Trainee Maria Kemker, Thomas Wiedemann, Bürgermeister Josef Uphoff, Innogy-Berater Manfred Rickhoff und Projektleiter Egbert Petermann. Foto: Ulrich Lieber

Im Grund genommen handelt es sich um eine komplette Neuinstallation. Das lässt sich innogy SE fast zwei Millionen Euro kosten. Gut angelegtes Geld, denn es ist eine Investition in die Zukunft und in die Versorgungssicherheit Füchtorfs. Ausgeführt wird der Umbau von der Verteilnetztochter Westnetz, die reichlich Erfahrung auf diesem Gebiet hat.

„Es handelt sich um eine 30 000-Volt-Station. Diese Spannung wird hier auf 10 000 Volt umgespannt“, erklärt Projektleiter Egbert Petermann. Für den einzelnen Verbraucher werden diese 10 000 Volt dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt, so dass sie im Haushalt genutzt werden können.

Der Umbau zu einer hochmodernen Anlage soll in drei Wochen starten und wird bis zur Fertigstellung circa zwei Jahre dauern. „Mit dem Umbau der Umspannanlage stellen wir weiterhin die Stromversorgung in Füchtorf sicher und machen das Netz fit für die Zukunft und die Energiewende“, sagt Thomas Wiedemann, Leiter desWestnetz-Regionalzentums Münster. „Aus der Freiluftanlage aus den 70er Jahren wird eine moderne Innenraumanlage mit der neuesten, intelligenten Steuerungs- und Fernüberwachungstechnik. Die Anlage bietet zukünftig ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien, wie Windkraft-, Photovoltaik- oder auch Biogasanlagen, in die regionalen Verteilnetze einzuspeisen. Sie wird von unserer Netzleitstelle in Arnsberg rund um die Uhr überwacht und ferngesteuert. So können die Kollegen in der Netzleitstelle jederzeit die Auslastung der Umspannanlage prüfen und gegebenenfalls eingreifen.“

Die Ausmaße der neuen Anlage werden deutlich geringer sein, und vor allem wird man sie nicht mehr sehen. Bisher beträgt die die Umspannanlage 15 mal acht Meter, die neue wird 4,20 mal 1,70 Meter groß sein. Sie wird der Umspannanlage in Sassenberg optisch sehr ähnlich sein.

Im Auftrag der Westnetz werden Partnerfirmen bis zum Jahresende ein neues 170 Quadratmeter großes Gebäude errichten. In diesem Neubau werden die Mittelspannungsschaltanlagen sowie die neue Steuerungstechnik untergebracht. Von hier aus erfolgt die weitere Verteilung des Stroms in Füchtorf. Die neue Schaltanlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 vollumfänglich in Betrieb gehen. lm Anschluss daran werden die derzeitige Freiluftanlage und das alte Schaltanlagengebäude zurückgebaut.

„Ziel ist natürlich ein naht- und reibungsloser und Übergang, so dass die Bevölkerung es gar nicht mitbekommt“, sagt Egbert Petermann. Diese Aufgabe werde im Regelfall so erledigt.

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