Brandschutzbedarfsplan für Sassenberg vorgestellt
Sehr gutes Zeugnis für Feuerwehr

Sassenberg/Füchtorf -

Diese Zahlen werden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sicher erfreuen. „Beide Löschzüge haben sehr gute Ausrückzeiten und sind sehr leistungsfähig“, versicherte Diplom-Geograf Stefan Mertens. Der Mitarbeiter der Firma Froplan stellte im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag den Brandschutzbedarfsplan der Stadt Sassenberg vor.

Samstag, 08.12.2018, 15:00 Uhr
Die Leistungsfähigkeit der beiden Löschzüge aus Sassenberg und Füchtorf (im Bild) ist ganz hervorragend.
Die Leistungsfähigkeit der beiden Löschzüge aus Sassenberg und Füchtorf (im Bild) ist ganz hervorragend. Foto: Christopher Irmler

Mittlerweile muss dieser Plan spätestens alle fünf Jahre fortgeschrieben werden, und dies geschieht in enger Abstimmung mit der Feuerwehr und der Stadt. Mertens ging zunächst auf die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr ein. Dabei wurde überprüft, ob die Wehrleute das Schutzziel 1 erfüllen. Es wird von folgendem Standardereignis ausgegangen: kritischer Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines mehrgeschossigen Wohnhauses, Treppenhaus unpassierbar, darum Menschenrettung über die Leiter der Feuerwehr. Als Bemessungsparameter werden die Eintreffzeit, die maximal acht Minuten betragen sollte, die Funktionsstärke der Gruppe, die bei neun Mann liegen sollte, und die Einsatzmittel. „Der Erreichungsgrad muss im Durchschnitt aller Fälle 80 Prozent betragen“, erklärte Mertens. In den vergangenen fünf Jahren lag der Schnitt der beiden Löschzüge bei 84 Prozent. „Das ist ein sehr hohes Niveau“, lobte Stefan Mertens.

Auch das Schutzziel 2 – 16 Einsatzkräfte in 13 Minuten vor Ort – wurde deutlich erreicht. Verlangt werden 90 Prozent, die Sassenberger Feuerwehr schaffte 94 Prozent. Bemerkenswert gut auch die Ausrückzeiten, die immer und in allen Fällen unter fünf Minuten lagen. „Das ist sehr gut.“

Die Personalbefragung ergab ebenfalls eine hervorragende Verfügbarkeit der Wehrleute. Die Gruppe kommt immer schnell zusammen, und auch werktags werden die Zeiten eingehalten. Ebenfalls positiv ist die Altersstruktur beider Feuerwehren, die in den Altersgruppen 20 bis 30 und vor allem 30 bis 40 Jahre bestens aufgestellt sind. „Und das, obwohl es hier keine Jugendfeuerwehr gibt. Das sieht man selten.“

Das Soll-Konzept für die Zukunft zeigt, dass beide Löschzüge notwendig sind. Da die Feuerwehrgerätehäuser noch recht jung sind, gibt es keinerlei Handlungsbedarf. „Das habe ich wohl noch nie gesagt“, staunte Mertens.

Allerdings stehen bei der Fahrzeugbeschaffung in den nächsten fünf Jahren einige Erneuerungen an. In Füchtorf müsste der HLF 20 (Baujahr 1990) bis 2021 durch einen LF 10 ersetzt werden, und der Einsatzleitwagen (2008) sollte bis 2023 ausgetauscht werden. In Sassenberg it der Rüstwagen (1990) bis 2020 durch einen HLF 10 zu ersetzen, zudem das MTF (2007) bis 2022 sowie der Einsatzleitwagen (2008) bis 2023. „Sie müssen rechtzeitig bestellen, nicht erst, wenn das Fahrzeug kaputt ist. Sie haben ein bis zwei Jahre Lieferzeit“, warnte Stefan Mertens.

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