Kolpinggedenktag in Sassenberg
Einblick in die Welt der Blinden

Sassenberg -

Die Sassenberger Kolpingsfamilie feierte am Samstag den Kolpinggedenktag. Die Mitglieder kamen nach der Messe im Pfarrheim zusammen.

Montag, 10.12.2018, 19:00 Uhr
Jubilare (v. l.): Anton Röhl, Eberhard Schollmeyer, Gerhard Lengfeld, Heinz Krampe, Josef Meimann, Franz Lückemeier, Bernhard Rennemeier, Pfarrer Andreas Rösner und Jutta Zimmermann.
Jubilare (v. l.): Anton Röhl, Eberhard Schollmeyer, Gerhard Lengfeld, Heinz Krampe, Josef Meimann, Franz Lückemeier, Bernhard Rennemeier, Pfarrer Andreas Rösner und Jutta Zimmermann. Foto: Christopher Irmler

Auf dem Programm standen die Begrüßung der Neuaufnahmen, die Ehrungen der langjährigen Mitglieder und ein Vortrag von Petra Pioch über die Arbeit des Blinden und Sehbehinderten Vereins Westfalen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Seit 70 Jahren sind Heinz Krampe und Bernhard Rennemeier im Kolping, Franz Weber, Eberhard Schollmeyer und Franz Lückemeier seit 65 Jahren. Josef Meimann und Gerhard Lenfeld halten seit 60 Jahren der Idee des Kolping die Treue, Robert Klauke wurde für 50 Jahre geehrt und Albert Lückemeier für 25 Jahre. In diesem Jahr haben sich Hedwig und Josef Reher, Anja Rurholt, Theo Sparenberg und Harald Koch neu aufnehmen lassen. Als Gastrednerin war Petra Pioch aus Warendorf eingeladen. Sie berichtete kurzweilig und spannend über ihren persönlichen Werdegang als Blinde (0,02% Sehfähigkeit=Dunkel/Hell) in ihrer Kindheit und Schulzeit im Internat in Paderborn bis zu ihrer aktuellen Arbeit im Blinden und Sehbehindertenverein. Sie informierte über die Augenkrankheiten, die noch immer zur Blindheit führen und machte den Sehenden sehr deutlich, dass es jeden treffen kann. Aus einer ganz neuen Sicht erkannten die Gäste, welche Schwierigkeiten im Straßenverkehr und an den Ampeln auftreten können und wie ihnen beim Neubau der Anlagen begegnet wird. Die intensive Aufklärungsarbeit ist eins der Hauptaufgaben des Vereins und so geht Pioch gern in Schulen und Einrichtungen und bringt einige Hilfsmittel mit, die von den Zuhörern dann ausprobiert werden können. Mit Kindern ist sie besonders gern zusammen. „Kinder sind viel freier und offener und fragen viel.“ Das ließen sich die Sassenberger nicht zweimal sagen und stellten nach dem Vortrag viele Fragen. Zum Abschluss gab es einen riesigen Scheck für die Arbeit des Blinden und Sehbehinderten Vereins, über den sich Petra Pioch als Vorsitzende, Dieter Langhorst als Stellvertretender Vorsitzender und Martin Pioch sehr freuten. Die 28 Mitglieder in Warendorf haben das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm.

Über die Arbeitswelt und die Chancen für Blinde und Sehbehinderte berichteten die drei ebenfalls. Barrierefreie P.C. Programme nehmen dagegen allerdings ab – „sie werden mehr voller Barrieren“ berichtete Petra Pioch. Sie selbst arbeitet als Schreibkraft und in der Telefonzentrale und ist seit 2015 im Landesvorstand tätig. Wer mehr Informationen über die Arbeit erfahren möchte. www.bsvw.org oder direkt per mail an Petra Pioch warendorf@bsvw.de.

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