Neujahrsempfang in der evangelischen Kirche
Suche nach Frieden topaktuell

Sassenberg -

„Wir sind gefragt, den Frieden zu suchen, ihm regelrecht hinterherzujagen. Und wir sollten bis dahin auch nicht mehr zu viel Zeit verplempern!“ Mit diesem eindringlichen Appell wandte sich Pfarrer Michael Prien am Neujahrstag an die Gäste des traditionellen Neujahrsempfangs der evangelischen Gemeinde im Gemeindehaus an der Schückingstraße. Ungeachtet dessen hielt er grundsätzlich fest: „Wir haben Grund, auch optimistisch in die Zukunft zu gehen.“

Donnerstag, 03.01.2019, 12:00 Uhr
Bürgermeister Josef Uphoff (l.) gehörte zu den Gästen beim Neujahrsempfang im evangelischen Gemeindehaus. In seinem Grußwort schloss er sich den optimistischen Worten Priens an.
Bürgermeister Josef Uphoff (l.) gehörte zu den Gästen beim Neujahrsempfang im evangelischen Gemeindehaus. In seinem Grußwort schloss er sich den optimistischen Worten Priens an. Foto: Ulrike von Brevern

Prien nahm Bezug auf die Jahreslosung 2019. Durch 70 Jahre Frieden in Deutschland könne die biblische Aufforderung, Frieden zu suchen, unterschätzt werden, führte er aus. Ähnliches gelte für das Thema „Bewahrung der Schöpfung“. Dessen aktuelle Bedeutung rückte durch den vergangenen Sommer oder den Abgasskandal ins Blickfeld.

Derzeit radikalisiere sich das politische und gesellschaftliche Klima, gab er seine Beobachtungen wider. Früher hätten Politiker wie Wehner oder Strauß gestritten „aber irgendwie hatte ich den Eindruck, die konnten immer noch ein Bier miteinander trinken“. Heute bauten sich regelrechte Fronten auf.

Besorgt verwies er auf Assoziationen mit der Weimarer Republik. Frieden sei nicht nur wichtig, um die Wirtschaft zu entwickeln. „Wenn wir Frieden als Gesellschaft nicht haben, freut sich der Teufel.“

Prien bedankte sich bei den Aktiven in der Gemeinde für ihre Arbeit im abgelaufenen Jahr. „Die christliche Gemeinde lebt von den Kontakten und der Gemeinschaft.“ Wichtigste Aufgabe für das Jahr 2019 sei, immer wieder auf die Menschen zuzugehen.

„Wir haben es hier wirklich gut“, schloss sich Bürgermeister Josef Uphoff in seinem Grußwort der grundsätzlich optimistischen Zukunftssicht Priens an. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und die gute Nachbarschaft. Ein Lob, das Pfarrer Michael Prien gern zurückgab.

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