Deutschkurs für Flüchtlingsfrauen
Sprachtraining bei fürstlichem Frühstück

Sassenberg -

Als Mutter mit Fluchterfahrung ist es gar nicht so einfach, einen Deutschkurs zu belegen. Schließlich müssen kleine Kinder irgendwo unterkommen. Die Stadt Sassenberg hat einen Kursus eigens für diese Zielgruppe organisiert. Mit gutem Erfolg. Fehlstunden gab es wenige. jetzt bedankten sich die Frauen bei der Verwaltungsspitze mit einem Frühstück.

Donnerstag, 10.01.2019, 05:00 Uhr
Um sich bei der Stadt Sassenberg zu bedanken, haben die Teilnehmerinnen des Sprachkurses für Mütter mit Fluchterfahrung Bürgermeister Josef Uphoff und Sozialamtsleiter Helmut Helfers zu einem orientalischen Frühstück eingeladen
Um sich bei der Stadt Sassenberg zu bedanken, haben die Teilnehmerinnen des Sprachkurses für Mütter mit Fluchterfahrung Bürgermeister Josef Uphoff und Sozialamtsleiter Helmut Helfers zu einem orientalischen Frühstück eingeladen Foto: Stadt Sassenberg

Nicht erst seit gestern verlassen Menschen aus humanitären Gründen ihre Heimat, um in anderen Ländern Schutz und ein Gefühl der Sicherheit zu erfahren. Allerdings befinden sich viele Hindernisse auf dem Weg, wenn eine Familie, Freunde oder eine einzelne Person diese Entscheidung trifft. Mit das größte und wahrscheinlich auch das auffälligste Hindernis ist das Überwinden der Sprachbarriere, was leichter gesagt als getan ist.

Manche mögen jetzt vielleicht sagen: Wieso ist das denn schwer? Ich melde mich ganz einfach für einen Sprachkurs an und lerne dort die Sprache. Doch der Prozess ist deutlich schwerer, als es scheinen mag. Das Problem liegt nicht in der Anmeldung, sondern in den Vorbereitungen, welche getroffen werden müssen. Es muss eine Räumlichkeit, eine Kinderbetreuung sowie ein Bildungsinstitut geben, welches eine Sprachlehrerin stellt und noch vieles mehr.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat es die Stadt Sassenberg in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum INSIDE und dem Bildungsinstitut Münster im Kreis Warendorf geschafft, einen Sprachkursus für Frauen auf die Beine zu stellen.

Seit Januar 2018 wird in Sassenberg jeden Montag bis Donnerstag dreizehn Frauen die Möglichkeit gegeben, die deutsche Sprache zu erlernen, um sich somit im Alltag besser verständigen zu können. Des Weiteren gibt es noch die Aufgabe der Kinderbetreuung, welche von Marina Sauer und Selma Cömertpay, zu denen die Mutter-Kind Hilfe Kontakt hergestellt hat, übernommen wurde, damit sich die Frauen komplett auf das Erlernen der Sprache konzentrieren können.

Durch die Vorbereitungen der Stadt Sassenberg und die Disziplin der Teilnehmerinnen, die immer regelmäßig erscheinen, können bereits erste zielführende Ergebnisse bestaunt werden. Es gibt kaum Abmeldungen, sodass die Gruppe fast jeden Tag vollzählig ist, freuen sich die Initiatoren Am 22. November letzten Jahres fand bereits die erste Prüfung für das Sprachniveau A1 statt und mit zehn von dreizehn Teilnehmerinnen, die ein gutes Ergebnis erzielt haben, konnte man die Wirkung des Kurses sichtbar erkennen.

Um sich bei der Stadt Sassenberg zu bedanken, hat der Kurs die Verantwortlichen zu einem orientalischen Frühstück eingeladen, bei dem sich Bürgermeister Josef Uphoff und Helmut Helfers (Amtsleiter des Amtes für soziale Angelegenheiten) selbst ein Bild von den Erfolgen machen konnten. „Wir wurden fürstlich bewirtet“, lobt der Bürgermeister sowohl die süßen als auch die herzhaften Leckereien. Besonders freute sich Uphoff aber darüber, dass den Frauen anzumerken war, wie stolz sie darauf waren, in einfachen deutschen Sätzen mit den Gästen kommunizieren zu können: Ein „Möchten Sie noch etwas Kaffee“, kam ihnen ebenso flüssig über die Lippen wie „Möchten Sie davon noch etwas mehr?“.

Nach dem voraussichtlichen Ende des Kurses im April diesen Jahres wird den Teilnehmerinnen, nach Absprache mit der Stadt Sassenberg, die Möglichkeit geboten, in einem erweiterten Kurs das Sprachniveau B1 zu erreichen, sowie den Orientierungskurs ,,Leben in Deutschland‘‘ zu absolvieren. Dieser Orientierungskurs ist unter anderem Voraussetzung für den späteren, dauerhaften Aufenthalt in Deutschland.

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