Info-Abend zur „Nein-Tonne“
Kinder sollen sensibilisiert werden

Sassenberg -

Auf die eigenen Gefühle achten und Unwohlsein zum Ausdruck bringen sind wohl die beiden wichtigsten Anliegen, die die Aktiven der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück mit ihrem Stück von der „Großen Nein-Tonne“ verfolgen. Es richtet sich an Grundschüler des ersten und zweiten Jahrgangs und widmet sich altersgerecht dem stets aktuellen Thema.

Montag, 04.02.2019, 11:29 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 16:26 Uhr
Die beiden Schauspieler Jörg Artmann und Anne Eisenblätter, die Schulleiterinnen Stefanie Dilla-Kell und Maria Erdmann sowie Robert Weihrauch (Sparkasse Münsterland Ost) betonten die Wichtigkeit der „Nein-Tonne“.
Die beiden Schauspieler Jörg Artmann und Anne Eisenblätter, die Schulleiterinnen Stefanie Dilla-Kell und Maria Erdmann sowie Robert Weihrauch (Sparkasse Münsterland Ost) betonten die Wichtigkeit der „Nein-Tonne“. Foto: Christopher Irmler

Am Donnerstagabend luden die beiden Schulleiterinnen Stefanie Dilla-Kell (Nikolaus-Schule) und Maria Erdmann ( Johannesschule ) die Eltern zu einem gemeinsamen Informationsabend ein, in dessen Rahmen das komplette Stück aufgeführt wurde. Seit vielen Jahren sind die „Nein-Tonne“ und das für Dritt- und Viertklässler konzipierte Stück „Mein Körper gehört mir“ feste Größen im Sassenberger Schulprogramm.

„Dieses Angebot ist extrem wichtig“, betonte Dilla-Kell und verwies auf den in dieser Woche öffentlich bekanntgewordenen Kindesmissbrauch auf einem ostwestfälischen Campingplatz. Ihr Dank galt Robert Weihrauch, Filialleiter der Sparkasse Münsterland Ost in Sassenberg. „Man muss das an dieser Stelle auch einfach einmal deutlich sagen: Wenn die Sparkasse dieses Projekt nicht immer wieder mit einem großen Geldbetrag unterstützen würde, könnten wir uns das nicht leisten.“ Die Eltern beteiligen sich mit einem Euro an den Kosten.

Ein Baustein, Kinder zu sensibilisieren und sie stark zu machen, ist das Theaterstück von der „Nein-Tonne“. Alles, was bei den Mädchen und Jungen Angst auslöst, soll hier entsorgt werden. Dabei gelingt es dem Schauspielerduo auf der Bühne stets, die Sinne des jungen Publikums zu schärfen. Denn nicht alles darf einfach so in die Nein-Tonne wandern. Zähneputzen etwa dürfte eher nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Kindes gehören, ist jedoch eine nötige Pflicht. Ganz anders verhält es sich etwa bei der als unangenehm empfundenen Berührung durch einen Erwachsenen.

Im Anschluss an das Theaterstück besprechen die Schauspieler das Präsentierte mit ihrem Publikum, tauschen sich aus und sprechen noch einmal in Ruhe über „Nein-Gefühle“. Auch im Unterricht sei das Theaterstück Thema, betont Dilla-Kell.

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