Haushalt der Stadt Sassenberg verabschiedet
Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Sassenberg -

Der Haushalt der Stadt Sassenberg wird von allen Fraktionen mitgetragen und einstimmig verabschiedet.

Dienstag, 05.02.2019, 19:00 Uhr
Haushalt der Stadt Sassenberg verabschiedet: Bezahlbaren Wohnraum schaffen
Foto: Colourbox

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal der Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 einstimmig verabschiedet. Angesichts der sehr positiven Zahlen war dies keine Überraschung, denn die gute Kassenlage, die für 2018 ein Plus von 5,7 Millionen Euro aufweist, ermöglicht es der Stadt, einige Großprojekte zu realisieren.

In ihren Haushaltsreden lobten die Fraktionsvorsitzenden die Umsetzung der verschiedenen Baumaßnahmen, zu denen unter anderen die Sporthalle in Füchtorf, die Erweiterung der Nikolausschule sowie der Bau der Funktionsgebäude und des Piratenschiffes am Feldmarksee gehören. Dabei richteten die Politiker ihren Blick aber auch schon wieder voraus. Peter Holz (FWG) freute sich, dass die Umbaumaßnahmen an der alten Sporthalle in Füchtorf beschleunigt werden. „Es zeigt mal wieder, dass eine vernünftige Sachpolitik, frei von parteipolitischen Ideologien, die Stadt Sassenberg nach vorne bringt.“

Rüdiger Völler (CDU) wies auf die Gefahren des Onlinehandels hin: „Wir in Sassenberg müssen darauf achten, dass unsere Innenstadt weiter attraktiv bleibt und unsere Veranstaltungen nicht durch Klagen blockiert werden.“

Bezahlbarer Wohnraum ist für alle Vertreter ein wichtiges Thema der Zukunft. Michael Franke (SPD) forder daher nicht nur Einfamilien-, sondern auch Mehrfamilienhäuser. „Bei aller Kritik, die uns dann wahrscheinlich wieder trifft“, befürchtet er. Johannes Philipper (FDP) empfiehlt sogar, dass die Stadt ihre Grundstücke unter dem Marktpreis anbietet. „Wir möchten die Verwaltung ermutigen sich bei den Verkaufspreisen von Wohngrundstücken nicht an den aktuellen recht hohen Preisvorstellungen privater Grundstückseigentümer zu orientieren, sondern die Grundstücke zu einem niedrigen und fairen Preis zu veräußern.“

Gelobt wird auch das Ehrenamt, das in Sassenberg sehr ausgiebig zum Wohle der Menschen gelebt wird. „. Ihre Arbeit ist in einer Stadt wie unser einfach unverzichtbar. Sie betrifft alle Lebensbereiche“, sagte Norbert Westbrink (Grüne).

Das Thema Wahlen ist für die Politiker ebenfalls immer aktuell. Peter Holz machte deutlich, wie viele Rechtspopulisten bereits in den Regierungen sind und nannte als Beispiel Brasiliens neuen Präsidenten Bolsonaro. Er forderte auf, für die Demokratie zu kämpfen und sich bei der anstehenden Europawahl zu beteiligen, um „so der Demokratie eine weitere Chance zu geben“.

Michael Franke sorgt sich um die Kommunalwahl 2020. „Befürchten muss man es wohl, dass dann auch rechte Nationalisten und Populisten an der Wahl teilnehmen und eventuell auch in den Sassenberger Rat einziehen. Das sollten wir verhindern. Aber wie?“ Schließlich werde in Sassenberg die Integration vorbildlich gelebt, und obwohl die Zahl der Flüchtlinge rückläufig sei, werde das Thema von den Populisten weiter angeheizt.

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