Stadt präsentiert Bäderstatistik
Super-Sommer rettet Bilanz

Sassenberg -

er Super-Sommer 2018 hielt den Zuschuss-Bedarf für die Sassenberger Bäder-Landschaft in Grenzen. Die entsprechenden Zahlen präsentierte Martin Kniesel am Dienstag im zuständigen Ausschuss.

Freitag, 15.02.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 17:56 Uhr
Der Super-Sommer 2018 hielt den Zuschuss-Bedarf für die Sassenberger Bäder-Landschaft in Grenzen. Die entsprechenden Zahlen präsentierte Martin Kniesel am Dienstag im zuständigen Ausschuss.
Der Super-Sommer 2018 hielt den Zuschuss-Bedarf für die Sassenberger Bäder-Landschaft in Grenzen. Die entsprechenden Zahlen präsentierte Martin Kniesel am Dienstag im zuständigen Ausschuss. Foto: Ulrike von Brevern

Die Bäderlandschaft ist für Städte im Normalfall ein Zusatzgeschäft. In Sassenberg hilft die Geografie der Stadtkasse ein wenig auf die Sprünge: Mit einem Badesee wie dem Feldmarksee kann die Verwaltung das Freibad zu einem Teil gegenfinanzieren.

Wie groß der städtische Anteil ist, der am Ende einer jeden Saison übrig bleibt, dafür ist zu einem entscheidenden Teil das Wetter verantwortlich. Und das hatte ja im vergangenen Sommer wenig Wünsche übrig gelassen, wie der Erste Beigeordneter Martin Kniesel am Dienstag im Sozial-, Jugend, Kultur-, Sport- und Schulausschuss resümierte: „Wir hatten einen Super-Sommer“, sagte er, „ und entsprechend deutlich haben sich auch die Besucherzahlen erhöht.“

So verzeichnete das Freibad insgesamt 35 016 Besucher – 15 872 Besucher mehr als noch 2017. „Das liegt auch daran, dass wir 129 Öffnungstage gegenüber 94 im Vorjahr hatten“, schilderte der Erste Beigeordnete. Auffällig sei die große Steigerung um 117 Prozent bei den Tageskarten für Kinder und Jugendliche.

Insgesamt ergaben sich Einnahmen von rund 134 060 Euro. Dem stehen Ausgaben in Höhe von 386 667 Euro gegenüber, es bleibt ein Zuschussbedarf von gut 250 000 Euro.

97 736 Besucher verzeichnete das Strandbad 2018. Die höchste Besucherzahl wurde am 7. August erreicht: 4603 Badegäste stürzten sich ins kühle Nass. Im Jahr 2017 fanden demgegenüber nur insgesamt 34 261 Besucher den Weg ins Strandbad.

Einnahmen von gut 167 000 Euro stehen im Standbad Aufwendungen in Höhe von 114 979 Euro gegenüber. Das macht ein Plus von rund 52 124 Euro.

Ein erfreulicher Fakt: „Rechnet man die Gesamt-Zuschuss-Summe auf die Bevölkerung um, so ergibt sich ein Wert von 7,60 Euro pro Einwohner – im Vorjahr lag diese Summe noch bei 29 Euro“, rechnete Kniesel vor.

Auf die Tatsache, dass das geplante „Piratenschiff“ noch nicht zum Beginn der Saison fertig sein wird, ging die Verwaltung am Dienstag nur am Rande ein. Fest steht: Der Badebetrieb wird anlaufen – wenn auch möglicherweise mit Einschränkungen und Kompromissen wie einem Toiletten-Container. „Wer das nicht möchte, kann ruhig ins Freibad gehen“, sagte Kniesel augenzwinkernd mit Blick auf die Statistik.

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