1000 Euro für urgewald
Beharrlichkeit zahlt sich aus

Sassenberg -

Die in Sassenberg ansässige Umwelts- und Menschenrechtsorganisation „urgewald“ ist weltweit mit beachtlichem Erfolg aktiv. Nur in Sassenberg selbst – so mitunter der Eindruck der Initiatoren – wissen viele immer noch nicht genau, was die Nichtregierungsorganisation eigentlich leistet. In Beelen ist die Botschaft auf jeden Fall angekommen: Die Organisatoren von „Krach am Bach“ brachten eine 1000-Euro-Spende vorbei.

Samstag, 16.02.2019, 07:00 Uhr
Mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro unterstützt der Verein „Krach am Bach“, vertreten durch (hintere Reihe) Frank Beermann, Ulli Rottmann, Sarah Austermann, und Tobias Steiling die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald, die von Hedwig Tarner, Andrea Soth und Agnes Dieckmann repräsentiert wurde.
Mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro unterstützt der Verein „Krach am Bach“, vertreten durch (hintere Reihe) Frank Beermann, Ulli Rottmann, Sarah Austermann, und Tobias Steiling die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald, die von Hedwig Tarner, Andrea Soth und Agnes Dieckmann repräsentiert wurde. Foto: Ulrike von brevern

Sarah Austermann wird künftig nicht mehr ahnungslos an dem etwas windschiefen, aber stilvoll renovierten Nebengebäude von Haus Schücking vorbeifahren. Gemeinsam mit Vereinskollegen überbrachte die Beelenerin am Donnerstag eine ansehnliche Spende aus dem Erlös des jährlichen Festivals „ Krach am Bach “ an „urgewald“ – und war ein wenig überrascht. Dass die angesehene und weltweit aktive Umwelt- und Menschenrechtsorganisation hier, direkt an ihrem täglichen Weg zur Arbeit, ihren Stammsitz hat, war ihr bislang nicht klar gewesen.

So geht es offenbar vielen Menschen in der Region „Wir sind weltweit bekannter als hier vor Ort“, gab urgewald-Campainerin Agnes Dieckmann angesichts des Geständnisses von Austermann ohne Groll zu.

Doch die Erfolge der NGO sprechen sich durchaus langsam herum: Bereits zum zweiten Mal gehört urgewald zum großen Kreis der Spendenempfänger des jährlichen Open-Air-Konzerts. 1000 Euro überreichten „Krach am Bach“-Vorsitzender Frank Beermann und seine Vorstandskollegen in einer von gegenseitigem ehrlichem Interesse geprägten Atmosphäre.

urgewald bearbeitet ein breites Spektrum an Themen von Atomausstieg und Kohleverzicht über den Ausstieg aus Waffengeschäften bis zum Schutz des Lebensraums indigener Völker. Im Fokus steht der Gedanke, unerwünschten Projekten durch wissenschaftlich fundierte und öffentlichkeitswirksame Arbeit Investorengelder zu entziehen.

„Ihr seid wirklich beharrlich“, lobte Ulrich Rottmann, der die erneute Spende in seinem Verein angeregt hatte. Zwar seien die Themen „Umwelt“ und „Menschenrechte“ inzwischen im Bewusstsein der Menschen angekommen – „aber es ist eine dermaßen komplexe Angelegenheit, da braucht man unfassbar langen Atem, um etwas zu erreichen.“ Das Engagement von urgewald sei in der Region herausragend, gerade angesichts „des imme rnoch eher stiefmütterlichen Daseins, das der Umweltgedanke im Kreis fristet“.

urgewald-Geschäftsführerin Andrea Soth betonte umgekehrt, wie wertvoll es für die Organisation sei, Spenden auch aus der Region zu bekommen. Sie freute sich darüber, dass das heimische Interesse an der Arbeit der Organisation in den vergangenen Jahren steige. „Manch‘ einer in Sassenberg ist sogar schon ein bisschen stolz auf uns“, ergänzte Hedwig Tarner als Vertreterin des Vorstands. Urgewald sei darauf angewiesen, Geld aus vielen verschiedenen Quellen einzusammeln, da das „Mainstream-Spendengeld“ wegen der Art ihrer Arbeit an der Organisation vorbei gehe.

Auf Gemeinsamkeiten stießen die Festival-Organisatoren und die Umweltaktivisten nicht nur beim Gründungszeitraum ihrer Vereine vor einem Vierteljahrhundert. Um die eigene Arbeit weiter auch regional bekannt zu machen, nahm urgewald die Einladung gerne an, beim nächsten „Krach am Bach“ und anderen Veranstaltungen des Beelener Vereins mit einem Infostand dabei zu sein.

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