Versammlung der Kolpingsfamilie
Programm mit neuen Akzenten

Füchtorf -

Die Kolpingsfamilie möchte moderner werden. So musste Schriftführerin Kerstin Querdel in ihrem Jahresrückblick von schlecht besuchten Angeboten berichten; mitunter fielen Veranstaltungen wegen fehlender Resonanz sogar aus. „Wir müssen am Ball bleiben“, mahnte daher der Vorsitzende Josef Obermeyer an.

Freitag, 22.03.2019, 06:20 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 16:40 Uhr
Im Saal des Pfarrheims tagte am Mittwochabend die Kolpingsfamilie. Max Harder und Sofie Lutterbeck (kl. Foto) stellten die Arbeit von urgewald vor.
Im Saal des Pfarrheims tagte am Mittwochabend die Kolpingsfamilie. Max Harder und Sofie Lutterbeck (kl. Foto) stellten die Arbeit von urgewald vor. Foto: Christopher Irmler

Im neuen Jahresplan tragen die Verantwortlichen diesen gemachten Erfahrungen nun Rechnung. Das Programm ist schlanker und beinhaltet neue Akzente. Feste Größen bleiben derweil die Mitwirkung am Spargelfrühling (14. April), das Sommerfest mit der Gruppe „Kunterbun(d)t“ (6. Juli) und natürlich der Kolpinggedenktag (8. Dezember). Nach einer gelungenen Premiere im vergangenen Jahr lädt die Kolpingsfamilie erneut zum „Kreuzwegbeten light“ ein. Am 1. April sind vor allem gehbehinderte Menschen eingeladen, an dem Angebot in Telgte teilzunehmen. Laut Ankündigung dauert das gemeinsame Beten maximal eine dreiviertel Stunde. Zudem wird auf einen ebenerdigen Weg Wert gelegt.

Kurz vor dem Ende der Versammlung bat Ludger Wessel um das Wort. Das langjährige Vorstandsmitglied prangerte das Verhalten der Kirche im Kontext immer neuer bekanntgewordener Missbrauchsfälle an. „Ich habe jeglichen Respekt vor diesen Menschen verloren“, klagte Wessel über die Haltung der Bischöfe. Es gehe um eine sofortige Aufklärung und eine lückenlose Offenlegung der Akten. Andernfalls stünde der Verdacht im Raum, es würde auf die Verjährung vieler Straftaten gesetzt. „Die Zeit des Betens ist vorbei. Jetzt muss gehandelt werden.“

Pfarrer Norbert Ketteler verwies auf das Institutionelle Schutzkonzept (ISK). Besonders das Bistum Münster engagiere sich stark und sei ein Vorreiter. Dass Fehler gemacht wurden, räumte Ketteler durchaus ein. „Vor allem rückblickend ist zu erkennen, dass der Weg zu vertuschen und es klein zu halten nicht der richtige war“, so Ketteler.

Abschließend begrüßte Obermeyer mit Max Harder und Sofie Lutterbeck zwei Vertreter der Sassenberger Umweltschutzorganisation urgewald. Das Duo stellte anhand einiger Beispiele das Wirken der Nichtregierungsorganisation vor. An diesem Abend thematisierten sie etwa ihren Kampf für den Kohleausstieg und gegen die Finanzierung von Rüstungskonzernen. Auch die Rolle deutscher Banken weckte dabei mehrfach ihr Interesse. Angelehnt an ein Zitat des Dalai Lama umriss Max Harder die Idee hinter dem Wirken von urgewald. „Wir wollen Mücken sein, die die Banken so lange nerven, bis sie endlich handeln.“

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