Folkkonzert in der Mühle
Songs mit kuriosen Geschichten

Sassenberg -

Sabrina Palm und Steve Crawford sind in der Hesselstadt keine Unbekannten. Zum bereits dritten Mal gab das Duo am Sonntagabend in der Begegnungsstätte Mühle ein Folkkonzert.

Dienstag, 09.04.2019, 10:00 Uhr
Sabrina Palm und Steve Crawford präsentierten ein breit gefächertes Repertoire an Folksongs.
Sabrina Palm und Steve Crawford präsentierten ein breit gefächertes Repertoire an Folksongs. Foto: Christopher Irmler

„Ich freue mich sehr, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Heute haben wir eine große Konkurrenz – nämlich das Wetter“, musste VHS-Leiter Rolf Zurbrüggen angesichts des sonnigen Tags in der Mühle konstatieren.

Dennoch waren rund 20 Gäste zum Folkkonzert gekommen. „Mit Musik am Abend ist es ja doch viel schöner“, merkte Sabrina Palm an. Sogleich startete das Duo mit einem Song mit Mitsingen. Es war eine gelungene Mischung aus älteren und neuen Werken der Musiker, die erst kürzlich ein neues Album veröffentlicht haben.

Der aus dem schottischen Aberdeen stammende Crawford besang im typischen Dialekt der Region das Torfstechen und – na klar – den echten schottischen Whisky. Das breitgefächerte Repertoire kommt auch durch Sabrina Palms Sammelleidenschaft zustande. Sie hat und vor sehr alte Sammlungen mit Editionen aus Irland und Schottland.

Klar, dass auch so manch kuriose Geschichte dahinter steckt. Da wäre die Geschichte des irischen Seefahrers Francis O’Neill aus dem 19. Jahrhundert, der mehrfach Schiffbruch erlitt und stets gerettet wurde. Sein weiterer Weg führte ihn nach Chicago, wo er Polizeipräsident wurde. Doch die alte Heimat und vor allem die Folkmusik ließen ihn nie los. So mussten all jene Iren, die ins Präsidium vorgeladen wurden, zunächst die ihnen bekannten irischen Lieder vorsingen oder vorspielen. So entstanden „O’Neill’s 1001 tunes“ – eine besondere musikalische Sammlung.

Nicht fehlen durfte Robert Burns, Schottlands Nationaldichter. „The act oft union“ aus dem Jahr 1707 schuf die Grundlage zur Vereinigung der Königreiche England und Schottland. Damals, so Crawford, sei Schottland arm gewesen und gegen den Willen der Mehrheit mit nicht ganz lauteren Mitteln zur Einheit gedrängt worden. „Manche Sachen ändern sich wohl nie“, spielte Steve Crawford auf die aktuellen Ereignisse rund um den Brexit und die Position Schottlands an.

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