Sekundarschüler absolvieren Praktikum
Eine ganz wichtige Erfahrung

Sassenberg -

Für 113 Neuntklässler der Sekundarschule begann am Montag die dritte und damit letzte Woche ihres Schülerbetriebspraktikums. Im Vorfeld hatten sie sich eigenständig um einen Praktikumsplatz bemüht.

Donnerstag, 11.04.2019, 09:00 Uhr
In der Kindertagesstätte „Wolke 7“ mit den Kindern Lina, Till, Emmy, Johannes, Max, Malte, Hailey und Frieda absolviert Eva Gausepohl ihr dreiwöchiges Praktikum.
In der Kindertagesstätte „Wolke 7“ mit den Kindern Lina, Till, Emmy, Johannes, Max, Malte, Hailey und Frieda absolviert Eva Gausepohl ihr dreiwöchiges Praktikum. Foto: Christopher Irmler

Stephanie Lübbers , Berufswahlkoordinatorin an der Sekundarschule, freut sich über die große Unterstützung durch die Betriebe aus Sassenberg, Füchtorf, Beelen, Warendorf, Versmold, aber auch Ahlen, Ennigerloh oder Ostbevern. Auch das Amtsgericht Warendorf und die Stadt Sassenberg luden zum Praktikum in der Verwaltung oder in die Kita „Wolke 7“. Geboten wird den Schülern dabei quasi das gesamte berufliche Spektrum – vom Tierarzt bis hin zu kaufmännischen und technischen Berufen. „Das ist für die Schüler eine ganz wichtige Erfahrung“, betont Lübbers. In den vergangenen Jahren sei eine Entwicklung erkennbar. „Es ist nicht mehr so, dass die Jungs in Richtung Kfz und die Mädchen in Richtung Kindergarten durchstarten.“ Das Praktikum im neunten Jahrgang sei in jedem Fall eine gute Orientierung. Ähnlich sieht das auch Bernd Scheffer, Betriebsleiter der Firma Scheffer. Es gehe um die möglichen Auszubildenden der Zukunft. „Wir sehen schnell, ob das Potenzial da ist.“ Beide Seiten profitierten von dem Austausch. „Es ist auch wichtig für diejenigen, die merken, dass es eben nicht der richtige Job für sie ist.“ Dies sei zwar eher selten der Fall, doch für auch für Praktikanten suche man nach einer Lösung.

Derzeit absolvieren Paul Felgentreu, Pavel Kasatschkin und Daniel Pohl ein Praktikum beim Sassenberger Unternehmen. Die Tätigkeiten sind vielfältig und reichen von Flex- und Schweißarbeiten über Sägen, Schleifen und Anwendungen im elektronischen Bereich. Ein wenig musste sich das Trio schon daran gewöhnen, pünktlich um 6 Uhr in der Halle zu stehen. Die Arbeit gefällt ihnen, sodass sie sich durchaus vorstellen könnten, eine Ausbildung in diesem Bereich zu machen. Ein wichtiger Punkt, wie Lübbers unterstreicht. „Wenn man weiß, wofür man das alles in der Schule macht, ist die Motivation eine ganz andere.“ Derzeit ist noch ein Ausbildungsplatz zum Elektriker für Betriebstechnik im Unternehmen unbesetzt.

In der „Wolke 7“ sammelt Eva Gausepohl spannende Eindrücke. Da sie in ihrer Freizeit als Babysitterin im Einsatz ist, lag für sie die Wahl der Kita auf der Hand. Nun hilft sie den Kindern in ihre Jacken, bevor es nach draußen geht, bastelt mit ihnen oder nimmt sich Zeit für das eine oder andere Spiel. Auch ihr Zwischenfazit fällt positiv aus. Dennoch hat sie für sich eine Entscheidung getroffen. „Es macht schon Spaß, aber ich glaube nicht, dass es das Richtige für mich ist.“

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